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Frischer Wind bei Fireball, Excite, Lycos und Co.

Neues von den Suchmaschinen

Neben den Homepages von Microsoft und Netscape sind sie die gefragtesten Seiten im Netz: die Suchmaschinen. Klar, denn wer Angebote mit bestimmten Inhalten auftun möchte, kommt an ihnen nicht vorbei. Deshalb bieten die meisten neben der Link-Datenbank noch eine Vielzahl von Extras an. Wir haben uns mal angeschaut, ob's überflüssige Kinkerlitzchen oder unverzichtbare Services sind.

Fireball: Das Allround-Talent

Vorreiter in Sachen Mehrwert ist Fireball. Der deutsche Ableger von Altavista hat sich seit seinem Start im Herbst 1997 zu einem der meistgenutzten deutschen Spürhunde entwickelt. Verständlich, denn sogenannte "Guides" und "Specials" zu Standardrubriken wie Computer und Musik oder aktuellen Gesprächsthemen wie Truman-Show oder Weihnachten führen schnell zu schönen Sites im Netz. Auch ein aktueller Nachrichtenblock sowie viel Service rund um die eigene Homepage sorgen dafür, daß man Fireball gerne wieder und wieder ansurft.

Lycos: Nützlicher Gemischtwaren-Laden

Lycos wirkt mit seiner frisch überholten Startseite, die auf kurze Ladezeiten optimiert ist, zunächst etwas nüchtern. Beim genaueren Hinsehen findet sich aber viel Praktisches. Platz für die eigene Homepage etwa, ein Online-Wörterbuch, wenn man mal mit der deutschen Rechtschreibung kämpft, aber auch E-Mail-Verzeichnis, Routenplaner und der im Aufbau befindliche Chat - letztere allerdings von Partnern zugekauft, doch wen stört das? Unter den eigenen Inhalten sind die Wow Top 1000 besonders zu erwähnen: die Creme de la creme des Netzes auf einen Blick.

Excite: Nicht immer so aufregend wie sein Name

Mit vorweihnachtlichem Layout schmückt sich, passend zur Jahreszeit, das Angebot von Excite. Wer hinter den Channels zu Schlagworten wie Auto, Reise und Unterhaltung eine bloße Liste von Surftips vermutet, liegt falsch. Themenbezogene Schlagzeilen, eine Datenbank mit dem aktuellen TV-Programm oder auch ein tägliches Horoskop sind darin versteckt. Leider schwankt die Qualität der Channels stark - manche bieten täglich eine große Bandbreite von Themen, andere statische, wenig spannende Infos. Hier sind Forschernaturen gefragt.

Yahoo: Leicht angestaubt

Einen zwiespältigen Eindruck hinterläßt Yahoo Deutschland. Im englischen Sprachraum ist der Linkkatalog nach wie vor unumstrittene Nummer 1. Die hiesige Variante verwirrt hingegen durch uneinheitliches Layout und verworrene Navigation. Attraktive US-Inhalte wie Termin-Kalender, Reiseteil oder Linkliste für Kinder verstecken sich beispielsweise hinter dem unscheinbaren Punkt "Weitere..." auf der Hauptseite, eingedeutscht hat man keinen davon. Da gibt's einiges zu tun!

AllesKlar: Der Herausforderer

Während die bislang vorgestellten Suchdienste alle englische Wurzeln haben, ist AllesKlar ein deutsches Original. Daß die Redaktion eher dünn besetzt ist, merkt man dem Dienst zwar an. Dafür sammelt man durch eine komfortable Java-Suche, regionale Unterangebote und exotische Rubriken wie Webcams viele Pluspunkte. Der Mut zum Anderssein lohnt sich - aktueller und treffsicherer als Yahoo! ist der Underdog unter den Katalogen schon heute.

web.de: Aufsteiger des Jahres

Es ist noch gar nicht lange her, da wurde web.de von Surfern eher mitleidig belächelt. Diese Zeiten sind vorbei: täglicher Cartoon, Zugriff auf Internet Relay Chat und Newsgroups, Mailservice, Schlagzeilen, Katalog-Kiosk... Abwechslung und Service werden hier großgeschrieben. Das selbstverliehene Prädikat "Deutschlands umfangreichster Web-Katalog" hat sich web.de redlich verdient, allein schon wegen seiner redaktionellen Bandbreite.

Der Rest: abgeschlagen - und doch nicht ohne!

Alle weiteren deutschsprachigen Suchdienste spielen ganz klar in einer niedrigen Liga. Dino-Online mag zwar in Sachen Zugriffe mithalten können, wirkt aber durch Unterteilung in Web-Katalog und mehrere(!) Suchmaschinen alles andere als zugänglich, zumal auch Zahl und Qualität der Treffer häufig zu wünschen lassen.

Kolibri verschenkte ein tolles Konzept durch unglaublich lange Wartezeiten bei Suchanfragen und scheint seit 9. Dezember den Kampf gegen die Mitbewerber aufgegeben zu haben. Die Domain-Datenbank RIPE listet die Domain nur noch als Mailserver, ein Webserver steckt nicht mehr dahinter. Schade!

Ein anderer Vogel, die Eule, beschränkt sich mittlerweile aufs Wesentlichste, also die reine Linksuche. Das allerdings flott und leistungsfähig. Fürs schnörkellose Recherchieren also durchaus eine prima Wahl.

Viel Potential steckt in Aladin. Dessen größtes Plus sind sein rasantes Tempo und das recht brauchbare Branchenverzeichnis. Nur redaktionell herrscht Ebbe. Fremdangebote, die im Aladin-Layout eingelinkt werden, sind noch nicht der Weisheit letzter Schluß - aber abwarten!

... und das ist erst der Anfang!

Viele weitere Suchmaschinen und Verzeichnisse - auch zu speziellen Gebieten - sowie E-Mail-Listen, Online-Telefonauskünfte und natürlich die vielen englischen Dienste stellen wir Ihnen in unserer Linkdatenbank ausführlich vor. Dort finden Sie zusätzlich einen Link zur RZ-Online Komfortsuche - einem praktischen Tool, mit dem Sie direkt in 20 Suchmaschinen recherchieren können.
ar - Screenshots: red.

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  • Letzte Änderung: 08.05.2002 14:58 von ar
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