VfL Wolfsburg - Hamburger SV 1:1 (1:1)Pagelsdorf beklagt ChancenverwertungWolfsburg (sid) Und nun zu den Bayern - ungeschlagen. Den designierten "Prügelknaben" der Bundesliga ist der Spaß am Abenteuer-Eliteklasse nach zwei Spieltagen noch keinesfalls vergangen. Im Gegenteil: Nach dem 1:1 (1:1) gegen den Hamburger SV ist der VfL Wolfsburg weiter ungeschlagen, steht in der Tabelle mit vier Punkten auf Platz vier - "Uefa-Cup-Kurs" wie schon scherzhaft Rängen zu hören war - und tritt die Reise zum Deutschen Meister mit einer Mischung aus Selbstvertrauen und Neugier an.
Samstag Familienausflug ins große OlympiastadionEs ist eben alles ein bißchen kleiner in Wolfsburg, aber der Charme soll erhalten bleiben. "Die Spielfrauen dürfen auch mit nach München", kündigte Pander an. So wird es denn am Samstag ein Familienausflug ins große Olympiastadion. Dann beginnt das Abenteuer Bundesliga erst richtig. Das Ostseestadion in Rostock kannte man schließlich noch aus gemeinsamen Zweitligazeiten, und das VfL-Stadion hat seinen Festungscharakter auch gegen den HSV bewahrt: 27 Spiele in Folge ist man dort jetzt ungeschlagen.So langsam fühlen sie sich der richtig zugehörig. 30 Minuten lähmte Heimpremieren-Nervosität die Aktionen, eine Phase, als die Hanseaten das Spiel kontrollierten und die 15.300 Fans zum Verstummen brachten. "Da hätten wir unsere Chancen nutzen müssen", meinte Gästecoach Frank Pagelsdorf, "am Ende aber muß ich mit dem einen Punkt zufrieden sein." Denn in der Schlußphase berannten die Gastgeber stürmisch das Hamburger Gehäuse und allein HSV-Keeper Jörg Butt verhinderte den zweiten Sieg des Neulings. Roy Präger (33.) hatte die Wolfsburger nach einem Konter in Führung gebracht, Harald Spörl (45.) glich mit einem direkt verwandelten Freistoß praktisch mit dem Halbzeitpfiff aus. Weitere Treffer blieben aus, weil beide Angriffsreihen im Abschluß schwächelten. "Wir sind intensiv auf der Suche nach einem weiteren Stürmer", sagte der rundum zufriedene Reimann, "in allen anderen Mannschaftsteilen besteht kein Handlungsbedarf mehr." Andreas Hardt; Foto: dpa
Letzte Änderung: 08.08.1997 00:02 von jp |