. . . Gladbach und Köln kalt erwischt
"Daß ich das hier noch erleben durfte", scherzte Leverkusens Trainer Christoph Daum, der erstmals überhaupt mit einer Mannschaft in Rostock gewinnen konnte. Der deutsche Vizemeister verdiente sich sein Weiterkommen vor allem dank einer Steigerung in der zweiten Spielhälfte, als auch die beiden Treffer durch Nico Kovac (62.) und Ulf Kirsten (80.) fielen.
Ehrenrunde mit ManagerWährend Regionalligist SSV Ulm (Foto rechts) den 3:1-Erfolg über den 1.FC Köln überschwenglich feierte, geriet in Hannover nach dem Sieg im Elfmeterschießen über Borussia Mönchengladbach der zuvor entlassene Manager Gerber in den Blickpunkt des Geschehens. Spieler und Trainer von Hannover 96 liefen mit dem beliebten Manager auf den Schultern eine Ehrenrunde (Foto links). "Es besteht zur Vereinsführung kein Vertrauen mehr", erklärte Mannschaftskapitän Jörg Sievers, der einen zukünftigen Spiel-Boykott der 96er nicht ausschloß.
Münchener SchützenfestDie meisten Bundesligisten fuhren in der ersten Pokalrunde Pflichtsiege ein, ohne dabei spielerische Glanzlichter zu setzen. Der Hamburger SV (3:1 bei Wacker Nordhausen), Arminia Bielefeld (3:0 beim SSV Reutlingen), 1860 München (2:0 beim TuS Celle) und der VfL Wolfsburg (3:2 nach Verlängerung bei den Amateuren von Werder Bremen) setzten sich am Samstag ebenso knapp durch wie tags zuvor der VfB Stuttgart (1:0 bei den Amateuren von Borussia Mönchengladbach), der VfL Bochum (3:2 bei den Amateuren des Hamburger SV) und der MSV Duisburg (2:1 bei Rot-Weiß Essen). Souveräne Siege feierten hingegen Meister Bayern München mit dem 16:1 gegen die DJK Waldberg und Champions-League-Gewinner Borussia Dortmund beim 8:0 gegen den SV Warnemünde. Das Münchener Schützenfest, zu dem Mittelstürmer Carsten Jancker fünf Treffer beisteuern konnte, war der höchste Sieg in der deutschen Nachkriegs-Pokalgeschichte.
"Familientreffen" in Kaiserslautern
Ein Duell besonderer Art fand auf dem Betzenberg statt, wo die Amateure des 1. FC Kaiserslautern auf die eigenen Profis trafen. Nach dem 5:0-Pflichtsieg der Bundesliga-Mannschaft vor 11.000 Zuschauern schimpfte Amateur-Trainer Stefan Majewski auf das "unmögliche Pokallos" und forderte eine Änderung der Pokalbestimmung beim DFB. Auch finanziell hat sich das "Familientreffen" nicht gelohnt. Bei einer Einnahme von 80.000 Mark mußte der Klub noch "kräftig drauflegen", um die Kosten zu decken. Arg gerupft wurden im 64er Feld die Zweitliga-Vereine, von denen die Hälfte die erste Runde nicht überstand. Mit dem FC St. Pauli, dem SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf schieden alle drei Bundesliga- Absteiger, die beiden letztgenannten sogar gegen unterklassige Klubs, aus. Eine deftige Schlappe kassierte Fortuna Köln mit Trainer Bernd Schuster bei der 2:6-Niederlage gegen den VfR Mannheim. Fotos: AP, dpa
Letzte Änderung: 19.08.1997 00:02 von aj |