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Sommer mit Schönheitsfehlern

Superhitze vorbei - Sonne und Wolken wechseln sich ab

Offenbach - Der Sommer bleibt - zumindest bis zum Wochenende. Dann vertreiben ihn Wind, Wolken und Regen wieder. Die Superhitze der vergangenen Tage mit Temperaturen von mehr als 35 Grad ist jedoch vorbei. "Sommer mit kleinen Schönheitsfehlern", sagt Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach bis einschließlich Sonntag voraus. Der Grund: Eine Reihe kleiner Tiefs, allen voran "Yvette", ringt mit den Hochs "Ximon", "Yul" und "Zoltan". An diesem Donnerstag muß vereinzelt mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

DWD-Satellitenbild So heftig wie in der Nacht zum Mittwoch wird es jedoch nicht werden: Kurze, aber turbulente Unwetter hatten in Teilen Bayerns, Niedersachsens, Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns Schäden in Höhe von mehreren Millionen Mark angerichtet. Bei den Gewittern handelte es sich nach Auskunft der Meteorologen nicht um Wärme-, sondern um Frontgewitter, die heftiger ausfallen und durch heranziehende kühlere Luft ausgelöst werden.

Hundstage

Weder ein stabiles Hoch noch brütende Hitze sind zu Beginn der Hundstage in Sicht. Die Hundstage, wenn die Sonne im Sternzeichen des Sirius oder des Hundsstern steht, gelten im Volksmund als Synonym für die heißeste Zeit des Jahres und dauern vom 23. Juli bis 23. August.

"Der Begriff Hundstage ist etwas verwaschen. Eigentlich hätte man schon am Dienstag davon sprechen können", meint Hoffmann. Mit 39,4 Grad wurde am Flughafen Cottbus ein neuer Jahres-Hitzerekord aufgestellt. Der absolute deutsche Rekord mit 40,2 Grad am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf in der Oberpfalz war jedoch nicht in Gefahr.

Vereinzelt Schauer und Gewitter

Für Donnerstag sagt der Meteorologe Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad, im Breisgau möglicherweise auch bis 32 Grad voraus. Urlauber auf den Inseln in Ost- und Nordsee können ihre Ferien bei Temperaturen um 24 Grad genießen. Für ein langes Bad ist es allerdings mit Spitzenwerten um 17 Grad Wassertemperatur noch etwas kalt. Sonne und Wolken wechseln sich überall am Himmel ab, mit Schauern und Gewittern ist vereinzelt zu rechnen.

Von Freitag an verbinden sich die Hochs "Ximon" und "Yul" und verdrängen gemeinsam die größten Wolken. Nur im Alpenvorland und an den Alpen verdunkeln dickere Gewitterwolken den Himmel. Erst am Sonntag nachmittag nimmt die Gewitterneigung wieder zu. Die Höchsttemperaturen schwanken am Wochenende zwischen 18 und 30 Grad.

dpa; Satellitenbild, 22.07.98, 12:00 UTC: DWD
Geändert am 19.Juli.1998 17:00 von aj
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