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"Absoluter Kopierschutz bei Audio-Dateien nicht machbar"

Sicherheit von Liquid-Audio umgangen

Bei Warner gibt's Missy Elliott für lau. Findet sich die Gute bald durch diese Promo-Aktion auf selbstgebrannten CDs wieder?

Berlin - Nicht einmal einen Tag lang konnte sich Warner Music über "Liquid Music", ein nach eigenen Angaben kopiersicheres Format für Musik aus dem Internet, freuen. Kaum waren die ersten der 18 Titeln "im zukunftsweisenden Liquid-Audio-Format" im Netz, wandelte ein Berliner Computer-Freak mit handelsüblicher Hard- und Software diese Titel zu MP3-Dateien.

Das in Deutschland neue Liquid-Audio-Format soll nach Angaben von Warner Music Deutschland die von den Rechteinhabern "gewünschte Kopiersicherheit" bieten und so "ein legales Angebot für Musik aus dem Internet" sein. Doch diese Kopiersicherheit ist leicht zu unterlaufen, das angeblich sichere Liquid-Audio kann ohne Schwierigkeiten in MP3-Dateien gewandelt werden.

Einfach alle Soundausgaben mitgeschnitten

Einem Magazin gegenüber erläuterte der Berliner Computer-Freak: "Ich lade mir die Liquid-Audio-Tracks runter, spiele sie ab und recorde sie im Modus 'all you hear'. Dabei werden alle Sounddaten aufgenommen." Der Versuch der Musikindustrie, Liquid Audio als weiteres populäres Internet-Musikformat neben dem ungeliebten MP3 zu etablieren, ist dadurch vorerst in Frage gestellt.

 Weiterführende Links 

Warner Music
Deutschland

In einer Stellungnahme von Warner hiess es dazu: "Wir benutzen Liquid Audio, weil es das sicherste Format ist für uns und unsere Interessen am besten vertritt. MP3 im Vergleich bietet diese Sicherung nicht." Dagegen erklärt der Geschäftsführer von Mov.a.bit, die Liquid Audio in Deutschland vertreiben: "Liquid Audio ist kein Kopierschutz." Absoluter Kopierschutz sei bei Audio-Dateien prinzipiell nicht machbar. Allerdings trete bei solcherart gebrannten CDs ein Qualitätsverlust ein.

Digitale "Wasserzeichen" blieben erhalten

Allerdings enthalte das Liquid-Audio-Format sogenannte digitale "Wasserzeichen", die den ursprünglichen Nutzer identifizieren könnten. Somit sei es möglich, den Handel mit illegal gebrannten CDs einzuschränken. Nachprüfbar ist diese Angabe zur Zeit allerdings nicht - dieses Sicherheitssystem wird erst später eingeführt werden.

ots (Quelle: Akte 2000) - Screenshot: Red.

Geändert am 31. Januar 2000 14:03 von mwege
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