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Stichwort: Homo erectus und die Urahnen des Menschen

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Homo erectus und die Urahnen des Menschen

Jena - Die ersten Exemplare von Homo erectus lebten schätzungsweise vor rund zwei Millionen Jahren in Afrika. Diese Vorfahren des heutigen Menschen verließen den Kontinent und wanderten nach Asien und Europa. Am besten erhalten sind Schädel aus dem heutigen Georgien und ein 1,5 Millionen Jahre altes Skelett eines Jungen aus Nordkenia, der etwa elfjährig starb. Der bis zu 1,85 Meter große Homo erectus war der erste Jäger in der Menschenentwicklung. Er konnte möglicherweise mit Feuer umgehen und Werkzeuge herstellen. Eine Sprache besaß er aber wahrscheinlich nicht.

Homo erectus hatte ein wesentlich größeres Gehirn als die noch affenähnlicheren älteren Urahnen des Menschen aus der Gattung Australopithecus: knapp 1.000 Kubikzentimeter im Vergleich zu 400 bis 450 Kubikzentimeter bei Australopithecus. Das Gehirn des heutigen Menschen - Homo sapiens - hat 1.400 Kubikzentimeter. Der Australopithecus trennte sich entwicklungsgeschichtlich vor etwa fünf Millionen Jahren von den Menschenaffen. Die ältesten Funde dieser bereits aufrecht gehenden Wesen sind rund 4,5 Millionen Jahre alt und stammen aus Ost- und Südafrika.

Wanderung um die ganze Welt

Die ältesten europäischen Knochenfunde aus dem spanischen Gran Dolina werden auf mindestens 780.000 Jahre datiert. Außer Homo erectus lebte in Europa vor 200.000 bis 30.000 Jahren noch der Neandertaler. Obwohl er bereits eine eigenständige Kultur entwickelt, etwa seine Toten schon bestattete, wurde der Neandertaler vom Homo sapiens verdrängt. Dieser heutige Mensch entwickelte sich vor etwa 400.000 bis 200.000 Jahren in Afrika und startete von dort seine erfolgreiche Wanderung um die ganze Welt. Die ersten Funde aus Europa wie etwa von Hahnöfersand bei Hamburg sind knapp 40.000 Jahre alt.

dpa

Geändert am 10. Februar 2000 16:45 von aj
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