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Hacker legten stundenlang Internet-Firmen lahm Die betroffenen Unternehmen reden sich raus: Sie seien zwar überfallen worden, Kundendaten wären allerdings nie in Gefahr gewesen. Eine kurzsichtige Einstellung, denn allenfalls bestehende Daten wurden nicht angetastet, neue Kunden konnten durch die Blockade nicht gewonnen werden und bereits bekannten Konsumenten wurden am Einkauf gehindert. Eine tödliche Konstellation, wenn man vom Handel im Internet lebt. Gängige Sicherheitskonzepte greifen nichtDabei haben sich Yahoo, Amazon und die anderen betroffenen Unternehmen nichts vorzuwerfen, einem Päckchen auf der Datenautobahn sieht man nicht an, mit welcher Motivation es auf den Weg geschickt wurde. Und im Fall der Angriffe der letzten Tage kam die immense Überlast nicht von wenigen Rechnern, die leicht hätten gesperrt werden können, sondern glich einem Streufeuer, bei dem jeder Schutzfilter versagt. Gerade das sollte ein Alarmsignal sein für die Wirtschaft, sich dringend Gedanken über neue Sicherheitskonzepte zu machen. WarnsignalDie Anschläge der letzten Zeit waren vergleichsweise harmlos, Ausfälle von wenigen Stunden bringen keinen tiefen Einschnitt in die Unternehmerkasse. Aber sie sind ganz klar ein Warnsignal und ein Hinweis auf das, was momentan machbar ist. Wer die Hacker-Aktionen als eine Art Testzündung begreift, kann sich vielleicht eine Vorstellung machen, welches Potential an Cyber-Terrorismus in Zukunft möglich sein kann. Kein Server ist vor diesen Angriffen sicher und auf die Dauer ist eine Blockade für die Händler im Internet zerstörerischer als die illegale Entwendung von Kundendaten. Und ein wirklicher Schutz davor fehlt noch. |
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| Geändert am 10. Februar 2000 12:34 von mwege | |||||