IVWPixel Zählpixel [an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Radeln spart Sprit im All

Mission muss doch nicht verkürzt werden

Cape Canaveral - Die NASA muss die Mission der "Endeavour" zur Vermessung der Erdoberfläche offenbar doch nicht verkürzen. Bei ihren Bemühungen, Treibstoff zu sparen, sind die Astronauten der US-Raumfähre unter anderem auf eine kraftraubende Möglichkeit gestoßen. Während der deutsche Astronaut Gerhard Thiele am Dienstag auf dem Trimmrad fuhr, bemerkte die Bodenkontrolle eine leichte Verbesserung bei der Stabilisierung der Fähre und des 60 Meter langen Antennenmasts. Ein NASA-Sprecher erklärte, das Drehmoment des Fahrrades wirke wie ein Gyroskop, dass die "Endeavour" stabilisiere. Deshalb würden aber nun keine Extra-Trainingsstunden angeordnet, sagte Milt Heflin.

Anklicken zum Vergrößern
Astronaut Gerhard Thiele beim Trimm-Dich in der Umlaufbahn.

Denn die Techniker hätten mittlerweile mehrere praktikable Wege gefunden, wie Treibstoff gespart werden könne. "Ich bis ziemlich optimistisch, dass wir unsere Zelte nicht frühzeitig abbrechen müssen", sagte Heflin. Die Vermessung der Erde mittels Radar kann damit vermutlich wie ursprünglich geplant weitergehen. Wegen einer undichten Gasleitung an dem Mast verbraucht die "Endeavour" zur Stabilisierung mehr Treibstoff als erwartet.

Das Radar arbeite so gut, dass eine größere Schwankungsbreite der "Endeavour" toleriert werden könne. Daher müssten die Triebwerke nicht so oft eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit zum Treibstoffsparen sei eine langsamere Bewegung des Shuttle, sagte Heflin. Auch die Entsorgung des Urins wurde umgestellt. Die Techniker bemerkten, dass es energiesparender ist, das Abwasser durch eine Düse abzulassen anstatt durch eine Abdampfungseinrichtung.

Dreidimensionales Bild der Erde

Bei der auf elf Tage angesetzten Mission nehmen die Forscher mit zwei Radarantennen ein dreidimensionales Bild unseres Planeten auf. Eine Antenne befindet sich am Ende des Masts, eine andere in der Ladebucht. Die Radartechnik wurde in Deutschland entwickelt. Dem Plan zufolge sollen bis zum kommenden Sonntag 70 Prozent der Erdoberfläche vermessen werden, von Alaska im Norden bis zur Spitze Südamerikas. Bis Dienstagnachmittag waren 74 Millionen Quadratkilometer mindestens einmal vermessen.

AP - Foto: AP

Geändert am 16. Februar 2000 12:10 von aj
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Nachrichten-Überblick Newsticker mit dpa-Kurzmeldungen Aktuelle Wetter-Vorhersage Haitzinger-Karikatur Leserbrief schreiben Zur aktuellen Homepage Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur aktuellen Homepage