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John Tuturros "Illuminata"Liebevolle Hommage an das Theater
Knapp zehn Jahre nach seiner preisgekrönten Darstellung des verzweifelten Drehbuchschreibers Barton Fink in dem gleichnamigen Film schlüpft der amerikanische Schauspieler John Turturro jetzt erneut in eine Rolle, in der er als Autor auf eine harte Probe gestellt wird. In seinem neuen Kinofilm "Illuminata" verkörpert er einen Bühnenautor, dem durch sein eigenes Stück eine Lektion über das Leben erteilt wird. Turturro hat sich diese Rolle nicht nur selbst auf den Leib geschrieben, sondern auch die Regie und Produktion dieses Films übernommen. Nach seinem preisgekrönten Debüt "Mac" blickt der Regisseur in seinem zweiten Spielfilm nun hinter die Kulissen eines New Yorker Theaters um die Jahrhundertwende, liebevoll, leidenschaftlich und lebensvoll. "Der Film handelt in erster Linie davon, wie die Menschen mit ihrer Beziehung umgehen, wenn die erste Verliebtheit verflogen ist", sagt der Regisseur zu seinem Werk, "es hat mich gereizt, dieses Thema in sehr unterschiedlichen Facetten zu zeigen." Vielschichtige LiebeskomödieDie weibliche Hauptrolle besetzte Turturro mit der amerikanischen Schauspielerin Katherine Borowitz, mit der er verheiratet ist. In "Illuminata" spielen die beiden ein Paar, bei dem es heftig kriselt. Diese angeschlagene Beziehung versucht der Bühnenautor Tuccio (John Turturro) in seinem Stück "Illuminata" zu reflektieren, das von dem schmerzlichen Verlust von Liebe und Leidenschaft erzählt.
Die Story dieser vielschichtigen Liebeskomödie basiert auf dem Bühnenstück "Imperfect Love" von Brandon Cole, mit dem der Regisseur bereits zusammen das Drehbuch für seinen ersten Kinofilm verfasste. Leben als Bühnenauftritt"Für 'Illuminata' habe ich monatelang mit den Schauspielern improvisiert und geprobt", erzählt Turturro, "denn die Rolle wird einem oft erst durch die Proben bewusst. Wenn man jedoch auf der Bühne steht und spielt, kann man oft gar nicht mehr aufhören." Mit diesem Problem hat nicht nur die alternde Diva (Susan Sarandon) in Tuccios Bühnenstück zu kämpfen, auch die anderen Figuren scheinen ihr Leben als einen einzigen Bühnenauftritt zu begreifen. Mit geschickten Kunstgriffen gelingt es Turturro in seinem Film, die Linien zwischen Leben und Theater zu verwischen. Verrücktheit, Sexualität und Humor
In dem amüsanten Spiel mit Schein und Sein verlieren die Akteure nicht nur ihre Orientierung, sondern auch bald ihre Partner. Als ein Höhepunkt erscheint der Auftritt eines arroganten Theaterkritikers, der sogar einen gewagten Striptease hinlegt. "Verrücktheit, Sexualität und Humor sind wichtige Elemente dieses Films", meint Turturro, "es war mir wichtig, die menschlichen Gefühle zu zeigen, denn darum geht es im Kern dieses Stücks." Mit dem grandiosen Possen- und Intrigenspiel ist Turturro eine wunderschöne Liebeserklärung an das Theater gelungen. Birgit Heidsiek, dpa
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| Geändert am 14. Maerz 2000 11:48 von to | |||||||||||