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Jens Fiedler: Nach zweimal Gold nun Sprint-Bronze

"Mehr kann man nicht erwarten"

Sydney - Jens Fiedler war wie alle vor ihm am Gesetz der Serie gescheitert und doch überglücklich über seine Bronzemedaille. "Auch bei meinen dritten Spielen habe ich es auf's Podest geschafft, was kann man mehr erwarten", meinte der Olympiasieger im Bahnsprint von 1992 und 1996.

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Mit Bronze zufrieden: Jens Fiedler.

"In vier Jahren in Athen versuche ich es noch einmal, wenn mein Sponsor mitzieht", kündigte der Chemnitzer an.

In beiden Läufen um Platz drei hatte der 30-Jährige dem französischen Weltmeister Laurent Gane vor 6.000 Zuschauern im Velodrom von Sydney keine Chance gelassen. "Diese Rechnung hatte ich seit dem WM-Finale 1999 in Berlin noch offen", sagte Fiedler zufrieden: "Und am Donnerstag rechne ich mir im Keirin noch bessere Chancen aus, denn das ist längst meine Lieblingsdisziplin." Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es schon die fünfte Medaille nach je zweimal Gold und Silber.

Marty Nothstein nahm Revanche

Fiedlers Nachfolger im Sprint wurde der bullige Marty Nothstein (USA), der mit dem zweiten Franzosen Florian Rousseau im Finale weniger Mühe hatte als zuvor mit dem Deutschen in der Vorschlussrunde. "Jens war mein härtester Gegner", bekannte der 28-Jährige anschließend. 1996 hatte er sich Fiedler im Finale von Atlanta beugen müssen: "Vier Jahre habe ich auf diesen Tag der Revanche gewartet."

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Olympiasieger im Sprint: Marty Nothstein.

"Taktik ging nicht auf"

Für den Sachsen endete damit der Traum, als erster Sprinter in der Geschichte der Spiele zum dritten Mal Olympiasieger zu werden: "Meine Taktik ging nicht ganz auf, aber Marty war auch stärker." In beiden Läufen versuchte es der Deutsche mit einem langen Spurt von vorn, seiner bewährten Taktik, doch Nothstein hielt dagegen: "Im ersten Lauf habe ich ihn aber hart gefordert." Jan van Eijden (Dudenhofen) wurde Fünfter, er war im Viertelfinale gegen Fiedler ausgeschieden.

Ballanger bei den Frauen vorn

Im Frauen-Sprint gewann die Französin Felicia Ballanger (29) ihr zweites Gold nach dem 500-m-Zeitfahren und ihr drittes insgesamt, nachdem sie schon in Atlanta den Sprint gewonnen hatte. Silber ging an Oksana Gritschina (Russland), Bronze an Irina Janowejtsch (Ukraine). Kathrin Freitag aus Frankfurt/Oder wurde Neunte.

Von Martin Haas, sid - Fotos: AP, dpa

Geändert am 20. September 2000 12:28 von sab
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