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Schwimmen: Frauen-Staffel erkämpft Bronzemedaille"Franzis" plötzlicher EnergieschubSydney - Franziska van Almsick bleibt ein ewiges Rätsel: Mit dem Rücken zur Wand hat die 22 Jahre alte Weltrekordlerin mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen Energieschub die deutsche 4x200-m-Freistilstaffel zu olympischer Bronze geführt und damit die Antwort auf die Kritik der letzten Tage gegeben.
Nach Stev Thelokes Bronze über 100 m Rücken holte die Frauen-Staffel die zweite deutsche Medaille in Sydney. Nach ihren unrühmlichen Abgängen nach dem Halbfinale über 200 m Freistil und dem Vorlauf über 200 m Schmetterling kämpfte sich die Weltrekordlerin auf der Startposition der Staffel auf 1:59,51 Minuten. "Es war schwer, an den Start zu gehen. Ich habe es mir hier anders vorgestellt, das war alles kein Spaß", sagte Franziska van Almsick. Alle Fragen nach ihrer Zukunft wies "FvA" zurück: "Das kann ich jetzt nicht sagen." Selbst auf dem Weg zur Siegerehrung blieb ihre Miene wie versteinert. Kurzes ZwischenhochBundestrainer Achim Jedamsky hatte sich vorher festgelegt: "Ich weiß, dass Franziska hart gearbeitet hat. Ich werde auf sie in den Staffeln nicht verzichten." Und "Franzi" enttäuschte den Coach nicht. Gemeinsam mit Antje Buschschulte (Magdeburg), Sara Harstick (Hildesheim) und der Berlinerin Kerstin Kielgaß ("Wir brauchen Franzi, so schlecht, wie sie gemacht wird, ist sie nicht") sorgte sie für ein kleines Zwischenhoch des gebeutelten Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), der damit noch einmal um die bittere Enttäuschung herumkommt, die schlechteste Medaillenbilanz aller Zeiten abzuliefern.
Kerstin Kielgaß, noch während des Rennens als erste Gratulantin bei van Almsick, beseitigte mit 1:57,90 Minuten und einem sensationellen Schluss-Spurt alle Zweifel an der Medaille und hätte das deutsche Quartett (7:58,64 Minuten) beinahe an den Australierinnen (7:58,52) vorbei auf den Silberrang geschwommen. Olympiasieger wurden die USA (7:57,80). De Bruijn: Wieder WeltrekordAm fünften Tag der olympischen Schwimm-Wettbewerbe scheiterte dagegen Sandra Völker auch im Halbfinale über 100 m Freistil. In 55, 97 Sekunden war sie im Aquatic Centre beim Weltrekord der Niederländerin Inge De Bruijn (53,77) um 35 Hundertsel zu langsam für den Endlauf. De Bruijn, in Sydney bereits Olympiasiegerin über 100 m Schmetterling, erzielte ihren zehnten Weltrekord im Olympiajahr und die zwölfte Bestmarke der Spiele. Sandra Völker verließ ohne jeden Kommentar fluchtartig die Halle. Trainer Lange: Ich bin schuld |
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| Geändert am 20. September 2000 14:13 von sab | |||||||