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Eckhard Krautzun soll Mainz 05 retten - Fauxpas:

"Mir gefällt die Mentalität der Pfälzer"

Mainz - Weltenbummler Eckhard Krautzun ist in die Fußball-Provinz zurückgekehrt. Der 59-Jährige ist neuer Trainer beim Zweitligisten Mainz 05 und trat damit die Nachfolge des glücklosen Rene Vandereycken an, der am 14. November nach der 0: 2-Niederlage gegen Hannover 96 entlassen worden war. Krautzun erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2002.

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Der neue Mann am Mainzer Bruchweg: Eckhard Krautzun will die 05er vor dem Abstieg retten.

"Ich bin ein alter Trainerfuchs und werde dafür sorgen, dass Mainz zu seiner alten Stärke zurückfindet", erklärte der gebürtige Essener bei seiner Vorstellung am Dienstagnachmittag. "Zweitliga-Fußball ist Kampf-Fußball, und wir müssen das Bruchwegstadion wieder zu einer Festung machen", nannte Krautzun sein vordringlichstes Ziel bei den Rheinhessen, die nach dem 13. Spieltag mit nur 13 Punkten auf Rang 15 liegen.

Erfahrener Coach

Krautzuns Einstand in Mainz begann allerdings gleich mit einem Fauxpas: "Mir gefällt die Mentalität der Pfälzer", erklärte der Coach vor mehreren Dutzend Journalisten und verlegte Mainz aus Rheinhessen in die Pfalz. Der Neue erfüllt allerdings das Anforderungsprofil von FSV-Manger Christian Heidel. "Wir wollten einen Coach, der die zweite Liga wie seine Westentasche kennt", sagte Heidel, der bei der einwöchigen Trainersuche Wert auf Erfahrung gelegt hat.

Einst beim FCK durch Rehhagel ersetzt

Davon hat Krautzun reichlich: In der Bundesliga arbeitete der Fußball-Lehrer, der als Aktiver in der Saison 1966/67 drei Bundesliga-Spiele für den 1. FC Kaiserslautern absolviert hatte, als Coach beim VfL Wolfsburg und 1860 München, die "Löwen" führte er 1979 aus der Zweitklassigkeit. Mit dem 1. FC Kaiserslautern wurde der Heppenheimer 1996 Pokalsieger, allerdings zu einem Zeitpunkt, als der erste Bundesliga-Abstieg der Pfälzer bereits feststand. Krautzun wurde beim FCK anschließend durch Otto Rehhagel ersetzt.

"In mir steckt noch viel Energie"

In einem Alter, in dem mancher bereits an Vorruhestand denkt, nimmt Krautzun noch einmal Platz auf einem wackeligen Trainerstuhl. "In mir steckt noch so viel Energie. Ich denke nicht, dass Mainz meine letzte Station ist", meint der nimmermüde alte Haudegen, der mit seinem neuen Team einen Platz im Mittelfeld der Tabelle anstrebt.

Weitere Stationen Krautzuns in Deutschland waren Wormatia Worms, Union Solingen, der SC Freiburg, Tennis Borussia Berlin, Darmstadt 98 und Alemannia Aachen. Im Auftrag des Weltverbandes (Fifa) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war Krautzun auch Nationaltrainer von Kanada, Südkorea und Kenia. In der zweiten Liga war der Trainer zuletzt beim FC St. Pauli bis zum November 1997 tätig. Die Hamburger sind der nächste Gegner von Mainz 05.

Von Alexander Sarter, sid - Foto: dpa

Geändert am 21. November 2000 17:25 von sab
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