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Vulkan spuckt weiter Lava
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Noch keine Entwarnung unterm Popocatepetl:

Vulkan spuckt weiter Lava

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Mexiko-Stadt - Der am Montag ausgebrochene mexikanische Vulkan Popocatepetl hält die Menschen in seiner Umgebung weiter in Atem. Zwar ging die sichtbare Aktivität am Mittwochmorgen (Ortszeit) deutlich zurück, doch wollten die Behörden noch keine Entwarnung geben.

Bis zum Mittwoch waren die Dörfer in einem Radius von 13 Kilometern um den Gipfel fast vollständig evakuiert worden. Mehr als 30.000 Menschen wurden im Laufe der Tage in Sicherheit gebracht. Am Dienstag hatte es wieder heftige Explosionen im Kraterinneren gegeben. Erneut schleuderte der Vulkan am Abend große Mengen glühendes Gestein und Lavabrocken in den Nachthimmel.

Nach Aussage von Innenminister Santiago Creel flogen sie allerdings maximal drei Kilometer weiter, weshalb die Sicherheitszone von 13 Kilometern nicht erweitert zu werden brauche. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) stieg nur eine dünne Rauchfahne aus dem Krater auf.

Die Evakuierung der gefährdeten Dörfer war schon in der vorigen Woche angeordnet worden, doch hatten sich viele Menschen aus Angst vor Plünderungen geweigert, die Aufforderungen zu befolgen. Dies änderte sich mit den Furcht erregenden Explosionen vom Montagabend. Die Regierung hatte mehr als 1 000 Fahrzeuge für den Transport der Menschen und 180 Herbergen für deren Unterbringung bereitgestellt.

Explosions-Serie

Der 5452 Meter hohe, rund 70 Kilometer südöstlich des Zentrums von Mexiko-Stadt gelegene Bergriese hatte seit der vorigen Woche Asche ausgestoßen. Am Montagabend ereignete sich der nach Ansicht von Vulkanologen stärkste Ausbruch der vergangenen 500 Jahre, als der Krater nach einer Explosionsserie große Mengen glühendes Gestein ausspie. Fernsehreporter schätzten die Eruption vom Dienstag als sogar noch stärker als die vom Montag ein.

Der Popocatepetl (Nahuatl für "rauchender Berg") war vor sechs Jahren in eine Phase verstärkter Aktivität getreten. Im Dezember 1994 wurden schon einmal die umliegenden Dörfer evakuiert. Im April 1996 wurden fünf Bergsteiger von einer Explosion getötet, nachdem sie trotz des bestehenden Verbotes den Berg bestiegen hatten.

dpa - Foto: AP

Geändert am 20. Dezember 2000 15:22 von aj
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