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Köpenick träumt vom Pokalsieg
1:0 gegen Magdeburg: Schalke stoppt den "Pokal-Schreck"
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Mit 1:0 gegen Magdeburg ins Pokal-Halbfinale

Schalke stoppt den "Pokal-Schreck"

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Zum Abschluss fehlte die Cleverness: Magdeburgs Fans trauern

Magdeburg - Bundesliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 hat "Pokal-Schreck" 1. FC Magdeburg gestoppt und steht zum ersten Mal seit 1984 im Halbfinale des DFB-Pokals.

Durch einen von Jörg Böhme in der 34. Minute verwandelten Foulelfmeter gewannen die "Königsblauen" am Mittwochabend beim Tabellen-Zweiten der Oberliga Nordost glücklich mit 1:0 (1:0). Vor 26 700 Zuschauer im ausverkauften Ernst Grube- Stadion knüpften die viertklassigen Amateure vom Einsatz an ihre Glanzleistung beim Erfolg über den FC Bayern München an, doch fehlte ihnen diesmal im Abschluss die Cleverness. So genügte dem Herbstmeister der Eliteklasse eine wenig überzeugende Vorstellung, um dem Gegner die Grenzen aufzuzeigen und eine Runde weiter zu kommen.

Engagement lässt Klassenunterschied vergessen

Fast eine Halbzeit lang war von einem Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften überhaupt nichts zu sehen. Durch großes läuferisches Engagement machte der respektlos auftretende Oberligist seine spielerischen Defizite mehr als wett. Die Amateure waren fast immer einen Tick schneller als der ideenlose Bundesliga- Tabellenführer, der erst nach der glücklichen Führung an Sicherheit gewann. Obwohl Trainer Huub Stevens mit Ebbe Sand, Emile Mpenza und Gerald Asamoah drei Vollblutstürmer aufgeboten hatte, enttäuschten die Schalker vor allem in der Offensive. Auch Andreas Möller bekam gegen seinen Bewacher Sören Holz kaum einen Stich.

Elfmeter gab knackte Magdeburgs Selbstbewusstsein

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Elfmeter: Bodo Schmidt bringt Schalkes Nico van Kerckhoven zu Fall

Nach einem von Gäste-Torwart Oliver Reck zu kurz abgewehrten Eckball bot sich den Magdeburgern durch Maik Franz (21.) die erste Chance des Spiels. Der 16 Meter-Schuss des Verteidigers strich jedoch knapp über das Gehäuse. Doch durch den von dem gebürtigen Anhaltiner Böhme verwandelten Strafstoß erhielt das Selbstbewusstsein der Magdeburger einen Knacks. Dem Elfmeter vorausgegangen war ein Foul von Bodo Schmidt an dem allein auf das Tor zustrebenden Nico van Kerckhoven.

Zweite Halbzeit: Schalke machte Tempo

Im zweiten Durchgang erhöhten die "Königsblauen" das Tempo und setzten ihren viertklassigen Gegner unter Druck. Sand (55./62.) und Mpenza (56.) vergaben aus bester Schussposition gegen den gut aufgelegten FC-Schlussmann Miroslav Dreszer die endgültige Entscheidung. Die Hausherren ihrerseits konnten die von Tomasz Waldoch gut organisierte Schalker Hintermannschaft bei ihren wenigen Vorstößen nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit bringen.

Ines Reichelt, dpa

Geändert am 21. Dezember 2000 09:49 von to
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