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Beckenbauer bietet Bayern-Trainer "Rentenvertrag" an

Hitzfeld soll für immer bleiben

München - Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer will Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus künftig in die Arbeit beim deutschen Rekordmeister einbinden und hat zudem Trainer Ottmar Hitzfeld einen "Rentenvertrag" angeboten. Darüber hinaus gab der "Kaiser" dem ehemaligen Tennis-Star Boris Becker einige Tipps im "Rosenkrieg" mit Noch-Ehefrau Barbara und räumte erstmals auch eigene Fehler in der Kokain-Affäre um Christoph Daum ein.

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Ottmar Hitzfeld hat gut lachen: Geht´s nach Bayern-Präsident Franz Beckenbauer, kann der Trainer noch viele Jahre in München bleiben.

"Besser wäre es gewesen, weniger zu sagen", sagte Beckenbauer, der im "Fall Daum" wegen widersprüchlichen Äußerungen heftig kritisiert worden war. "Am besten wäre es gewesen, in dieser Phase in Urlaub zu gehen", gestand Beckenbauer. Eine Rückkehr von Daum in die Bundesliga hält der DFB-Vizepräsident für "wünschenswert". Jeder kenne doch dessen Leistungsfähigkeit als Trainer, sagte Beckenbauer.

"Brauchen kein Papier"

Einen Trainer-Job beim FC Bayern soll Daum jedoch nicht bekommen. Denn Beckenbauer will Hitzfeld über das Vertragsende 2002 langfristig an den Rekordmeister binden: "Der Ottmar ist so souverän, der braucht kein Papier und weiß, dass er ewig bleiben kann."

Treffen mit Matthäus geplant

Wieder zurück zum FC Bayern soll derweil Matthäus kommen. "Natürlich will ich ihm behilflich sein", gestand Beckenbauer. Matthäus müsse sich nach dem angekündigten Karriereende jedoch zunächst einmal darüber im klaren sein, was er eigentlich tun wolle. Ein Trainerschein sei laut Beckenbauer kein Problem, "den kriegt er leicht". Ein Treffen "in aller Ruhe" sei anberaumt.

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"Hallo Lothar, ich hab´ einen Job für dich": Franz Beckenbauer würde den Rekord-Internationalen gerne beim FC Bayern sehen.

Tipps für Boris & Babs

Zu einem anderen Treffen ist es laut Beckenbauer allerdings nicht gekommen, zu einem mit Boris Becker. Der "Kaiser" outete sich als Eheberater und hatte ein paar Tipps im "Rosenkrieg" parat: "Das Beste wäre eine anständige, vernünftige Lösung, ohne Gerichte und Anwälte. Das wünsche ich Boris zum neuen Jahr." Beckenbauer weiß, wovon er redet: "Wenn es in Streit ausartet und Anwälte ins Spiel kommen, wird es tödlich. Das muss man unbedingt vermeiden. Die Anwälte leben davon, dass sie recht lange den Prozess künstlich hinauszögern."

Zufrieden zeigte sich Beckenbauer mit dem Abschneiden der Münchner in der laufenden Saison: "Der Verein war und ist sehr erfolgreich." Nicht zufrieden war Beckenbauer hingegen mit dem blamablen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Euro 2000 in Belgien und den Niederlanden und dem schwachen Abschneiden der deutschen Teams in den internationalen Wettbewerben: "Das hat uns schon getroffen."

sid - Fotos: Archiv, dpa

Geändert am 27. Dezember 2000 14:20 von sab
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