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Explosion in Gaskraftwerk

Aufräumarbeiten begonnen - Entschädigung der Anwohner

Duisburg - Nach dem schweren Explosionsunglück in einem Gaskraftwerk der ThyssenKrupp Stahl AG haben am Dienstag in Duisburg die Aufräumarbeiten begonnen. ThyssenKrupp Stahl kündigte eine unbürokratische Entschädigung der Anwohner an, deren Häuser und Autos durch die Druckwelle und umherfliegende Trümmerteile beschädigt wurden. Die Unfallursache war auch einen Tag nach dem Unglück weiter unklar. Verletzt worden war bei der Explosion niemand. Die Höhe des Sachschadens war zunächst nicht bekannt.

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Autos wurden zerstört. Die Straße ist mit Trümmern übersäht.

Das Unglück hatte sich am Montag abend gegen 19.00 Uhr im Stadtteil Laar ereignet. Aus noch ungeklärter Ursache kam es nach Unternehmensangaben in schneller Folge zu drei Explosionen in dem 40 Jahre alten Kraftwerk "Hermann Wenzel". Die daraus resultierende Druckwelle zerstörte Fenster und dünnere Wände des Gebäudes. Trümmerteile flogen mehr als 100 Meter weit auf die Straße und beschädigten Autos und Häuser. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Rund ein Dutzend Bewohner beschädigter Häuser mussten in städtischen Unterkünften übernachten.

ThyssenKrupp betonte, Beeinträchtigungen der Produktion durch die Explosion seien nicht zu erwarten. Das Kraftwerke werde mit den Blöcken 2 und 3 im reinen Hochofengasbetrieb weiterbetrieben. Es handele sich dabei um einen voll abgesicherten Betrieb, so dass sich die Anwohner keinerlei Sorgen machen müssten.

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Von einer Drehleiter aus inspizieren Feuerwehrleute die völlig zerstörte Fassade eines Kraftwerks.

Untersuchungen dauern an

Die Untersuchungen zur Unfallursache dauerten am Dienstag noch an. ThyssenKrupp richtete eine Telefon-Hotline ein und forderte die betroffenen Anwohner auf, erlittene Schäden dem Unternehmen mitzuteilen. Das Kraftwerk "Hermann Wenzel" dient der firmeninternen Stromerzeugung. Darin wird Monoxid, das bei der Stahlproduktion anfällt, für die Stromerzeugung genutzt. Insgesamt waren bei den Löscharbeiten mehrere hundert Einsatzkräfte vor Ort, darunter 100 Berufsfeuerwehrleute und 40 Mitglieder der Werksfeuerwehr.

AP - Fotos: AP, dpa

Geändert am 9. Januar 2001 14:55 von aj
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