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| Wo Yves Saint Laurent ist, ist Laetitia Casta nicht weit |
Yves Saint Laurent immerhin konnte sich mit Standing Ovations des Publikums - darunter Präsidentengattin Bernadette Chirac, Nationaltorwart Fabien Barthez und Catherine Deneuve - trösten. Seine Kollektion war in großen Teilen eine Hommage an die 50er Jahre - angefangen von den flachen Hüten, dem so genannten "Canotier". YSL zeigte Pepitakostüme und eine ganze Serie enger schwarzer Röcke mit weißen Blusen - mal schlicht, mal mit, mal ohne Kragen, mit Spitze oder bestickt: mit Zitrusfrüchten, Kirschen, Erdbeeren, Maiglöckchen. Dies "Obst"-Motiv kehrt noch einmal wieder - bei weißen Abendkleidern mit weit schwingendem Rock und asymmetrischem Saum.
Natürlich durften auch die traditionellen Hosenanzüge nicht fehlen. Yves Saint Laurents Hosen sind weit und mit Bundfalten; bei den Jacken lässt er verschiedene Varianten zu. Die Liebe zum Detail zeigt sich bei den Taschen: Sie sind schräg oder gerade, mit oder ohne Besatz, mit Borte, Ziernaht oder Knöpfen. Taschen finden sich in Hosen, Jacken, Röcken - sogar beim Abendkleid.
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| Feraud |
Bei der festlichen Garderobe bevorzugt er die Farben Schwarz oder Weiß, zeigte aber auch Buntes: Zur Musik "Stormy Weather" führten die Models eine Reihe langer bunter Abendkleider vor - in fröhlichen Sommermustern mit Orange, Rot, Gelb oder Grün. Oft ist der Saum asymmetrisch - vorne kurz, hinten lang.
Seinen Hang zu Schrägheit demonstrierte auch der junge Feraud-Designer Yvan Mispelaere. Seine Kollektion schwankte zwischen Baby-Doll-und Patchwork-Look. Der Belgier setzte verschiedene Stoffe zu bunten Kleidern und Blusen zusammen; dabei verwendete er auch gerne Spitze. Große weiße Kragen in mehreren Lagen, die ein wenig an die Schürzchen von Kellnerinnen erinnerten, schmückten viele seiner Kreationen.
Doch er zeigte auch Schlichtes wie ein marineblaues Abendkleid mit engem Rock und einem pludrigen Oberteil mit weißem Kragenbesatz oder schmale Röcke in Bonbonfarben wie Rosa oder Hellbau - kombiniert zu hellen Blusen mit Puffärmeln. Solche romantischen Details - Puff- oder Flügelärmel, Rüschen, Volants, bestickte Kragen - zogen sich durch seine ganze Kollektion, die auch an Strapsen nicht sparte.
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| Balmain |
Balmain blieb seiner klassischen Linie treu. Couturier Oscar de la Renta empfiehlt für den Sommer lange weite Hosen und Falten- oder Plisseröcke. Unifarbige Hosenanzüge schmücken schmale Borten in Kontrastfarben; seine Farben sind gedeckt, viel Weiß und Schwarz, dazu Silber, Grau oder Rosa. Der Designer beeindruckte weniger durch seine Schnitte - diese waren eher konventionell - denn durch seine Materialien: Kostüme und Mäntel aus Shantung-Seide, Abendkleider aus Klöppelspitze (Gipüre), Pailletten, Federn und Silberstickerei.
Mit der YSL-Show endete die Haute Couture Frühjahr/Sommer 2001. Nach der Absage des Givenchy-Defiles zeigten diesmal nur 20 Designer ihre Kollektion - so wenig wie lange nicht mehr. Allerdings feierte die zuständige Handelskammer auch einen prominenten Neuzugang: Jean-Paul Gaultier, bislang nur eingeladener Designer, wurde als Vollmitglied in die Organisation aufgenommen.