IVWPixel Zählpixel
Frankfurt feuert Trainer Magath
SuperBowl geht nach Baltimore
Ski-WM: "Wilde Hilde" holt Bronze
Ullrich & Co. zum Erfolg verdammt
Real Madrid eilt von Sieg zu Sieg
Unbezwingbar in Melbourne:Agassi
Skiflug: Schmitt landet als Letzter
Handball: Rekord bringt Zuversicht
"Dr. Faust" siegt mit Blitz-k.o
Schulz: Kein Box-Comeback


SuperBowl geht nach Baltimore
Foto-Show: Super Bowl - ein gigantisches Spektakel
Grafik: Der Super Bowl bringt jede Menge Money
Vergleich: Die Hauptakteure von Ravens und NY

zurückblättern  ... Triumph statt Todeszelle

Anklicken zum Vergrößern
Eine Szene mit Seltenheitswert: Ravens-Quarterback Trent Dilfer wird von der Giants-Abwehr zur Strecke gebracht.

"Beste Defense aller Zeiten"

Nachdem der 25-Jährige im Falle der beim Super Bowl 2000 in Atlanta erstochenen Jacinth Baker und Richard Lollar zwei seiner Freunde belastet und sich der Behinderung der Ermittlungen für schuldig erklärt hatte, kehrte er erst wenige Tage vor Beginn der Saison zu den Ravens zurück. Vier Monate und fantastische 184 Tackles später blickte der beste Verteidiger der NFL am Sonntag auf eines der stärksten Spiele seiner Laufbahn zurück: "Jetzt müssen uns alle respektieren. Wir haben die beste Defense aller Zeiten."

Nur 152 Yards für die Giants

Das mussten auch die Giants neidlos anerkennen. Die New Yorker liefen sich immer wieder in Baltimores Beton-Verteidigung fest und hatten am Ende nur klägliche 152 Yards Raumgewinn vorzuweisen. Erst fünf Minuten vor der Pause kämpften sie sich erstmals in die gegnerische Hälfte vor, doch Quarterback Kerry Collins erstickte mit einem seiner vier Fehlpässe (Interceptions) alle Hoffnungen im Keim. "Wenn man so spielt, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern", meinte Giants-Coach Jim Fassel: "Wir wurden teilweise vorgeführt."

Anklicken zum Vergrößern
Strahlender Sieger: Trent Dilfer zeigt die wertvollste Trophäe im US-Sport her.

Entscheidung im dritten Viertel

Die vor allem in der ersten Halbzeit farblose Partie wurde im dritten Viertel innerhalb von 36 Sekunden entschieden, als Baltimores Duane Starks das Ei zur zwischenzeitlichen 17:0-Führung in die Endzone transportierte. Zwar witterte New York nach dem anschließenden Touchdown von Ron Dixon noch einmal Morgenluft, doch schon im nächsten Spielzug sorgte der starke Jermaine Lewis mit einem spektakulären Lauf über das gesamte Spielfeld für die Vorentscheidung zu Gunsten der Ravens. Auch die Tampa Bay Tribune hatte offensichtlich genug gesehen. Die Lokalzeitung begann noch während der Partie mit dem Andruck und überreichte den siegreichen Spielern nach dem Schlusspfiff die Sonderseite: "Ravens Win!"

"Wir spielen nicht so für's Auge"

"Wir spielen nicht so für's Auge wie Vorjahresmeister St. Louis Rams, aber heute kam es nur darauf an, den Job zu erledigen", entgegnete Ravens-Quarterback Trent Dilfer bei der Übergabe der Trophäe den Kritikern, die den Titelgewinn seines Teams als blassen Arbeitssieg abtun wollten. Für den Spielmacher wurde der Super-Bowl-Erfolg nach sechs erfolglosen Jahren im Trikot der Tampa Bay Buccaneers auch zu einer triumphalen Rückkehr nach Florida.

Sorgen hat derweil Ravens-Besitzer Art Modell, der die damaligen Cleveland Browns 1996 in Baltimore ansiedelte. Der 75-Jährige hatte vor Saisonbeginn im Falle der Meisterschaft der damals noch belächelten Ravens im Scherz versprochen, das Rathaus Baltimores in der Vereinsfarbe Lila anzustreichen...

Von Frank Hoffmann, sid - Fotos: dpa, AP

Geändert am 29. Januar 2001 12:18 von sab
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Alles zur Fußball-Bundesliga Alles zur Formel 1 Aktuelle Agenturmeldungen zum Sport Leserbrief schreiben Zur Homepage Sport-Homepage von RZ-Online Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur Homepage