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Pariser Pret-a-porter-Schauen:Irma La Douce trifft feine Dame
Etwas Eleganz, etwas Erotik, etwas Exotik: Ein Mix von Stilen kennzeichnet die ersten Tage der Pariser Pret-a-porter-Schauen. Schon bei den Mailänder Kollektionspräsentationen der vergangenen Woche zeigte sich die Damenmode für Herbst/Winter 2001/2002 unschlüssig; schwankte zwischen Luxus und Nüchternheit, Romantik und Strenge. Paris zeigt sich noch facettenreicher. Nur zwei Dinge scheinen klar: Schwarz liegt nach einer kurzen Out-Phase wieder im Trend, und: Es gibt ein Revival des Hosenanzugs.Kragenlose Anzüge aus soften, edlen Herrenstoffen zeigte beispielsweise Hermes-Designer Martin Margiela. Mit Glenchecks oder Fischgrätmuster in Grau oder dunklem Blau, mit weich gearbeiteter Schulterpartie und lässig weiten Hosen wirkt die Hermes- Frau dezent und zurückhaltend. Luxus offenbart sich in perfekt verarbeiteten Details wie verdeckten Knopfleisten. Weiße superweiche Lederblusen werden mit nachtblauen Kaschmirhosen kombiniert, Trenchcoats haben ein kostbares Fellfutter. Für den Abend gibt es fließende Kombinationen aus schwarzer Seide: Als Abendsmoking oder als Marlene-Hose wahlweise mit passendem schlichten Bustier oder einem cremefarbenen Crepe-de-Chine-Oberteil mit wehendem Schal. Patchwork-Technik bei Christian LacroixEine Art Kontrapunkt zu dieser leisen Schau lieferte Christian Lacroix. Auf einem Videoschirm rekelte sich eine sinnliche Schöne mit Saugnäpfen auf dem nackten Busen und Netzstrumpfhose über üppigen Schenkeln. Vor allem sexy wollen die Entwürfe sein: Die Models wirken wie eine Mischung aus dem Freudenmädchen Irma La Douce und einer feinen Pariserin, das alles gemischt mit Lacroix' berühmter Patchwork-Technik. Schwarze Lederkleider mit fliederfarbenen Chiffonärmeln und Nietencorsagen werden mit asymmetrischen Flatterröcken kombiniert. Türkisfarbene Jacken zu bunten hautengen Glanzmuster-Hosen scheinen aus edlen Stoffresten zusammengeschneidert. Rock-Ladys und russische Reiterinnen
Ganz wichtig für den Look: rote oder gelbe Strumpfhosen mit Stiletto-Pumps in Schockfarben. Kenzo-Designer Gilles Rosier setzt auf Rock-Ladys und russische Reiterinnen. Schwarze Kleider mit kleinen Blüten oder Pluderhosen passen zu flachen Sporenstiefeln, dicke Flauschpullis zu Paisley-Röcken. Gelungen wirkt seine Mischung aus zarten femininen Elementen und Rustikalem. Breite Gürtel mit einer Art Satteltasche machen den Look perfekt. Grafische Pullis und Chinchilla- MäntelPelzliebhaberinnen kommen bei Balmain auf ihre Kosten: Chinchilla- Mäntel sind genauso wie Pullover oder Cardigans mit Fuchsbesatz zu finden. Am Abend glänzen üppige Taftroben mit Corsagenoberteilen. Eine klare britische Handschrift trug die Cacharel-Kollektion, die in dieser Saison erstmal von Londons Designer-Duo Ignacio Ribeiro und Suzanne Clements entworfen wurde. Karo-Röcke münden in Zipfelsäume, dazu gibt es grafische Pullis mit Logo-Aufdruck. Ladylike wirken gepunktete Kleider aus schwarzer oder tiefroter Seide. Stefanie Schütte, dpa
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| Geändert am 12. Maerz 2001 17:04 von tea | ||||||||||