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Wetter: Weiter nur Regen
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Weiter Regen: Flut-Gefahr
Hochwasser an Rhein und Mosel

Akute Hochwassergefahr im Südwesten:

Weiter reichlich Regen

Offenbach - Für die vom Hochwasser bedrohten Gebiete gibt es vorerst keine Entwarnung: Bis zum Sonntag droht im Südwesten Deutschlands noch reichlich Regen. Erst Anfang nächster Woche werden die Niederschläge nachlassen, lautet die Prognose des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach vom Freitag. In den rheinland- pfälzischen Städten Zell und Cochem flossen die Wassermassen in die Innenstädte. Wegen des steigenden Mosel-Hochwassers wurde in einem Teil der Cochemer Innenstadt ein Bootsverkehr eingerichtet.

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Die Moselfront von Zell ist am Freitag komplett überflutet. In der Nacht hatte das Hochwasser die Schutzmauer überspült.

Für Deutschland sah auch der Wetterdienst Meteomedia die Lage am Rhein und seinen Nebenflüssen weiter kritisch. Die Folgen des Regens: Rhein, Mosel, Saar und andere Flüsse traten immer stärker über die Ufer.

In den anderen Hochwassergebieten im Südwesten Deutschlands verschärfte sich die Situation. In der Vorderpfalz trafen die Rheinanlieger Vorbereitungen gegen die steigenden Wassermassen. Auch in Köln und Bonn wurden Schutzmaßnahmen gegen die Fluten getroffen. Der Pegel der Saar schwoll auf das Doppelte seines Normalwertes an. Wegen des Rheinhochwassers beschloss die Feuerwehr in Ludwigshafen, Schutzbarrieren aufzubauen. Vielerorts wurde an den Flüssen die Schifffahrt eingestellt.

In den Überschwemmungsgebieten Frankreichs forderten wahrscheinlich die Wassermassen das erste Todesopfer. Ein 67- Jähriger wurde vermutlich von den Fluten des über die Ufer getretenen Flusses Avre mitgerissen. Auch in Nordportugal bleibt nach den schwersten Regenfällen seit 100 Jahren die Lage in den Hochwassergebieten angespannt. Dort waren bei den Unwettern der vergangenen Tage drei Menschen ums Leben gekommen.

Doppelt so viel Regen wie sonst

DWD-Satellitenfoto

Für den vielen Regen macht der Deutsche Wetterdienst die Großwetterlage verantwortlich: Tief "Kurt" über dem Atlantik und Hoch "Jutta" über Skandinavien und Osteuropa sorgten für sehr milde und feuchte Luft im Süden und östlicher Kaltluft im Norden. An der Grenze dieser Luftmassen gibt es immer wieder kräftige Regenfälle. Die Folge: In einigen Regionen Südwestdeutschlands hat es bisher im März schon doppelt so viel Regen gegeben wie sonst im ganzen Monat.

Korrektur: Auch Samstag regnerisch

Für Samstag korrigierten die Meteorologen eine zunächst erfreuliche Prognose für den Süden. Im Südwesten Deutschlands bleibe es regnerisch. Statt der erhofften Höchstwerte um 20 Grad dürften es im Süden nur noch 16 Grad werden. Im Norden steigt das Quecksilber ohnehin nicht über drei Grad in Holstein hinaus. Am Sonntag wird es zwar im Norden und südwestlich der Donau zeitweise sonnig, aber "in der Mitte bleibt der Regenschirm im Dauereinsatz", lautet die Vorhersage. Die Temperaturen reichen von höchstens 2 Grad in Holstein bis zu 15 Grad in Südbayern.

Ab Montag lässt Regenneigung nach

Vom Montag an lässt die Regenneigung nach. Hoch "Jutta" werde sich mehr und mehr durchsetzen. Vom Dienstag an darf auf einen trockenen Mix aus Sonne und Wolken gehofft werden. Die Temperaturen reichen dann von 3 bis 13 Grad.

dpa - Satellitenbild: DWD
Geändert am 23. Maerz 2001 13:54 von aj
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