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0,5-Promille Grenze und Handyverbot

Neue Regeln im Verkehr

Hamburg - Autofahrer in Deutschland müssen sich vom 1. April an auf weit reichende Neuregelungen einstellen. Ab 0,5 Promille Alkohol im Blut droht dann ein Bußgeld von 500 Mark und ein vierwöchiges Fahrverbot. Zugleich ahndet die Polizei vom kommenden Sonntag an das bereits seit 1. Februar geltende Handyverbot hinterm Steuer mit 60 Mark.

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Beim Alkohol war bisher bei Werten zwischen 0,5 und 0,8 Promille lediglich ein Bußgeld von in der Regel 200 Mark verhängt worden. Der ADAC könne mit der neuen Regelung gut leben, erklärte ein Sprecher der Organisation in München. Alkohol und Autofahren gehöre nicht zusammen. Man sei aber skeptisch, ob die neue Regelung Wirkung zeigen werde. Die meisten Unfälle durch Alkohol ereigneten sich bei Werten über einem Promille. Zudem werde von 600 Alkoholfahrten nur eine entdeckt. Wichtiger wäre daher Aufklärung über Alkohol am Steuer.

Wer mit dem Handy bei voller Fahrt erwischt wird, muss künftig 60 Mark Verwarngeld zahlen. Viele Autofahrer telefonieren derzeit noch trotz Verbots. Das ergab eine dpa-Umfrage bei der Polizei. Gezielte Kontrollen sieht die Polizei meist nicht vor. "Auf den Autobahnen wird noch sehr viel ohne Freisprechanlagen telefoniert", sagte etwa ein Sprecher der Autobahnpolizei Bergisch Gladbach.

Nur mit Headset oder Freisprechanlage

Ab Sonntag ist es nur noch erlaubt, im Dauerstau oder vor heruntergelassenen Bahnschranken zu telefonieren - bei ausgeschaltetem Motor. Abhilfe für die volle Fahrt schaffen nur ein Headset - ein Ohrstecker mit Mikro - und Freisprechanlagen. Beim Radfahrer wird Telefonieren während der Fahrt mit 30 Mark geahndet.

AP - Grafik: Reuters

Geändert am 28. Maerz 2001 17:17 von aj
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