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Koblenzer Landgericht fällte Urteil wegen TotschlagsMetzger tötete Frau: Zehn JahreKoblenz - Ein Metzger ist am Mittwoch vom Koblenzer Landgericht wegen Tötung seiner 30 Jahre jüngeren Ehefrau mit 16 Messerstichen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der inzwischen 58-Jährige hatte den Totschlag im vergangenen Oktober in Neuwied gestanden. In ruhigen Ton nahm er die Strafe an. Die Staatsanwältin hatte zwölf Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger nannte keine Zahl, plädierte aber auf minderschweren Totschlag. Diese Forderung akzeptierte die Kammer nicht. Zwar hielt sie dem 58-Jährigen sein umfassendes Geständnis zugute. Zu seinen Ungunsten spreche aber die besondere Schwere der Tat. Eine Handlung im Affekt schloss das Gericht aus, auch wenn die Tat nicht geplant gewesen sei. Während des zweitägigen Prozesses habe der Metzger das Verbrechen detailreich beschreiben können. Die Frau hatten sich schon mehrere Wochen vor der Tat von ihrem Ehemann getrennt. Der zur Tatzeit 57-jährige Mann sagte vor Gericht aus, unmittelbar vor dem Verbrechen habe ihm seine Ehefrau in seiner Neuwieder Wohnung mitgeteilt, sie wolle ihn wegen ihres Liebhabers verlassen. Von dem neuen Freund wolle sie ein Kind und ihn heiraten. Klinge brach abDaraufhin stach der Metzger nach eigener Aussage erst mit einem Fischfiletiermesser auf die junge Frau ein. Als dessen Klinge abgebrochen sei, habe er mit einem anderen Messer weiter auf die Frau eingestochen, so der 58-Jährige vor Gericht. Vergeblich habe die Frau versucht, sich auf die Terrasse zu retten. Erst als der gemeinsame vierjährige Sohn hinzugekommen sei, ließ der 58-Jährige nach eigener Aussage von seinem Opfer ab. Mit Kind nach Spanien geflohenNach der Tat floh der Metzger mit dem Kind nach Spanien. Von dort rief er wenige Tage später bei der Polizei in Deutschland an und gestand die Tat. Bei seiner Rückkehr wurde er am Frankfurter Flughafen festgenommen. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. dpa
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| Geändert am 28. Maerz 2001 13:34 von aj | ||||