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Auf den Preiskrieg folgt der Zusammenschluss:

Shell und DEA wollen kooperieren

3200 Tankstellen - Beide Marken bleiben erhalten

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Hamburg - Nach dem Tankstellen-Preiskrieg des vergangenen Jahres schließen sich Shell und DEA zur neuen Nummer eins der Branche in Deutschland zusammen. Mit 3.200 Tankstellen sowie 34 Millionen Tonnen Rohölverarbeitungskapazität jährlich werde das Joint Venture unter dem Namen Shell & DEA Oil GmbH arbeiten, teilten die Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. "Wir werden die beiden Marken DEA und Shell erhalten", sagte RWE-Chef Dietmar Kuhnt.

Der Zusammenschluss stehe unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Die beiden Partner sollen jeweils zu 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein, das den Geschäftsbetrieb zum 1. Oktober aufnehmen soll, hieß es weiter.

"2004 wird Shell seine Position ausbauen und die Beteiligung am Joint Venture um einen Prozentpunkt erhöhen. Shell wird dementsprechend zum Mehrheitsgesellschafter mit einem von 51 Prozent", kündigte Adrian Loader, Präsident von Shell Europe Oil Products, an. Ab diesem Zeitpunkt würde auch der Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden wie schon zuvor der des Geschäftsführungschefs von Shell besetzt.

Ziel: 300 Millionen Mark Einsparungen

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Der RWE-Vorstandschef erklärte, die Zusammenarbeit mit Shell biete für die DEA-Mineralölverarbeitung wesentlich bessere Wachstumsperspektiven im extrem wettbewerbsintensiven Mineralölmarkt. Die deutschen Endkunden-Preise zählten zu den niedrigsten in ganz Europa. Erfolg im Wettbewerb könnten deshalb nur Unternehmen haben, denen es gelinge, alle Kostensynergien auszuschöpfen. Durch das Joint Venture werde mit jährlichen Einsparungen von etwa 300 Millionen Mark (rund 150 Millionen Euro) jährlich gerechnet, die bis Ende 2003 in voller Höhe zu realisieren seien.

Zugleich betonte Kuhnt, die so genannten Upstream-Aktivitäten, also Aufschluss und Gewinnung von Öl und Gas, würden von RWE konsequent weiter ausgebaut. Die RWE wolle "ihren Focus auf die Kerngeschäfte" erhöhen, zu denen außerdem Strom, Wasser und Abwasser sowie Abfall und Recycling gehören. Kuhnt betonte, nach intensiven Verhandlungen habe sich Shell als "idealer Partner" herausgestellt, "welcher die sehr anspruchsvollen Kriterien, die wir an einen Kooperationspartner stellen, voll erfüllt."

Abbau von 750 Arbeitsplätzen

Links:

  • Dea

  • Shell

  • Das Gemeinschaftsunternehmen wird nach Angaben der Unternehmen rund 7.500 Mitarbeiter beschäftigen. Voraussichtlich 750 Arbeitsplätze im Wesentlichen in Vertrieb, Verwaltung und Produktion sollten schrittweise sozialverträglich abgebaut werden. Man werde dazu auf Instrumente wie Frühpensionierung oder Fluktuation zurückgreifen und so schnell wie möglich mit dem Stellenabbau beginnen, erklärten Kuhnt und Loader.

    Bereits im vergangenen Herbst hatte es Berichte über eine geplante ähnliche Allianz zwischen RWE-DEA und dem britischen Ölkonzern BP gegeben. Damals erklärte DEA-Vorstandschef Dieter Dräger aber: "Das Tankstellennetz und die Raffinerien werden nicht verkauft."

    AP - Foto: AP

    Geändert am 28. Maerz 2001 14:25 von aj
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