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Als Verursacher einer Spur an der Leiche überführt:

Ulrikes Mörder offenbar gefasst

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Am 22. Februar wurde die zwölfjährige Ulrike aus Eberswalde verschleppt. Jetzt hat die Polizei einen 25jährigen Mann als möglichen Täter überführt

Eberswalde - Der Mörder der zwölfjährigen Ulrike ist offenbar gefasst. Ermittler nahmen am Mittwoch im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree einen 25-jährigen Mann fest, der nach Angaben eines Polizeisprechers überführt ist, "eine Spur bei der Leiche des Mädchens verursacht zu haben".

Der Leitende Oberstaatsanwalt Carlo Weber erklärte, der Tatsache, dass der Mann festgenommen worden sei, sei zu entnehmen, "dass wir nicht ganz ohne Hoffnung sind".

Per Rasterfahndung aufgespürt

Der Tatverdächtige wurde am Mittwochabend noch vernommen. Weber erklärte, er könne keine Angaben über den Zwischenstand der Vernehmung machen, kündigte aber für den Donnerstag eine Pressekonferenz an. "Wir haben hinsichtlich einer Tatortspur eine Spurenübereinstimmung. Diese begründet einen nicht unerheblichen Tatverdacht." Polizeisprecher Frank Schröder erklärte, der Festgenommene ähnele zudem dem veröffentlichten Phantombild. Das Ergebnis des Gentests einer Speichelprobe stehe noch aus.

Nach Angaben der "Märkischen Allgemeinen" wurde der Mann mit einer groß angelegten Rasterfahndung aufgespürt. Es habe keinen Bürgerhinweis auf ihn gegeben. Bei seiner Festnahme in einer Kleinstadt des Landkreises Oder Spree habe der Verdächtige keinen Widerstand geleistet. Laut Zeitungsbericht ist bereits wegen Autodiebstahls vorbestraft. Als Sexualverbrecher sei er jedoch bislang nicht in Erscheinung getreten.

Zahlreiche Verdächtige überprüft

Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Verdächtige überprüft und von vielen Männern Speichelproben genommen. Bis zum Mittwoch waren aus der Bevölkerung Knapp 4.000 Hinweise eingegangen. In der vergangenen Woche war bereits ein seit 1994 wegen sexueller Nötigung Gesuchter in Stralsund festgenommen worden. Ein Gentest hatte aber ergeben, dass er nichts mit dem Mord an Ulrike zu tun hat.

Zwei Wochen lang vermisst

Die Zwölfjährige war am 22. Februar in ihrer Heimatstadt Eberwalde entführt worden. Zwei Wochen später hatte ein Spaziergänger im dreißig Kilometer entfernten Werneuchen ihre Leiche gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Ulrike noch am Tag ihres Verschwindens vergewaltigt und ermordet wurde. An ihrem Körper hatten die Ermittler Spuren des Täters entdeckt, aus denen sie einen "genetischen Fingerabdruck" erstellten.

AP

Geändert am 28. Maerz 2001 22:49 von mwege
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