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zurückblättern  ... Der Ex-Diktator geht unter

Der serbische Justizminister Vladan Batic sagte: "Milosevic wird in Serbien ein Prozess für die Dinge gemacht, die er in Serbien angerichtet hat." Schon wenige Stunden nach seiner Festnahme gegen 5:00 am Sonntagmorgen wurde Milosevic dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete eine Untersuchungshaft von zunächst einem Monat an. Milosevic wird "systematische Missachtung der Gesetze für persönliche und politische Zwecke" vorgeworfen. Batic bekräftigte nochmals die Ablehnung Belgrads, Milosevic an Den Haag auszuliefern. Die internationale Gemeinschaft besteht darauf.

Anklicken zum Vergrößern Ein letztes Mal zeigte sich der Ex-Diktator am Samstag seinen Anhängern. Stunden später wird er verhaftet.

Tochter schoß auf Regierungsvertreter

Nach zermürbenden Stunden der Ungewissheit und intensiven Verhandlungen mit Regierungsvertretern in seiner Residenz wurde Milosevic kurz vor 5.00 Uhr festgenommen und in das Zentralgefängnis der Stadt gebracht. Nach Augenzeugenberichten verließen fünf Fahrzeuge die Villa in schneller Fahrt. Während des Einsatzes seien fünf Schüsse zu hören gewesen, die die Milosevic-Tochter Marija auf Regierungsvertreter abgefeuert habe, sagte Innenminister Dusan Mihajlovic. Auch über das künftige Schicksal der bis zu 50 schwerbewaffneten Leibwächter, die sich in der Residenz verschanzt hatten, wurde zunächst nichts bekannt. Deren Anführer, Sinisa Vucinic, wurde beim Fluchtversuch festgenommen.

Der stellvertretende Vorsitzende von Milosevics Sozialistischer Partei, Branislav Ivkovic, teilte mit, der Ex-Präsident habe sich entschieden, sich freiwillig einem Prozess zu stellen. Dabei werde schnell klar werden, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe haltlos seien, sagte Ivkovic.

Erster Versuch der Festnahme scheiterte

In der Nacht zum Samstag war ein erster Versuch, Milosevic festzunehmen, am Widerstand der Leibwächter gescheitert. Zwei Polizisten und ein Fotoreporter waren bei dem Einsatz verletzt worden. Einheiten der serbischen Sonderpolizei hatten die Residenz seitdem umstellt und das Gebiet abgeriegelt. Stellte sich die Armee gegen die Polizei? weiterblättern
 

Geändert am 1. April 2001 15:49 von
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