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Der Diktator Milosevic:

Vom Volk geliebt - vom Volk gejagt

Belgrad - "Mein Gewissen ist rein und ruhig", wiederholte oft der Mann, der mehr als irgend ein anderer Führer das vergangene blutige und kriegerische Jahrzehnt des zerfallenen Jugoslawien bestimmt hat. Seit dem Machtsturz, nach der Volksrevolte vom 5. Oktober 2000, geht es jetzt nicht mehr um das Gewissen des Slobodan Milosevic: Nach Festnahme des 59-Jährigen geht es um konkrete, juristisch gültige Beweise, die den ehemaligen jugoslawischen Alleinherrscher und Kriegsherrn vor Gericht bringen sollen.

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Dreizehn volle Jahre, zwischen September 1987 und Anfang Oktober 2000, bestimmte Milosevic das Schicksal Serbiens und Jugoslawiens. Der am 20. August 1941 im ostserbischen Pozarevac geborene Milosevic studierte Jura in Belgrad, wo er seine steile Parteikarriere begann, die ihm auch im Berufsleben half.

Wendehals

In den Jahren zwischen 1973 und 1983 stand er an der Spitze der damals mächtigen Belgrader Bank. In diesem Zeitraum sei er mehr als 60 Mal geschäftlich in den USA gewesen, schreiben seine Biografen. 1984 wurde er Chef der Kommunisten der jugoslawischen Hauptstadt, ein damals sehr wichtiger Posten. Landesweit wurde er bekannt, als er sofort einen Feldzug gegen "serbische Nationalisten, Reaktionäre und Antikommunisten" in Kultur und Wissenschaft begann.

Zur Machtspitze stieg er aber gerade mit Hilfe kommunistischer Dogmatiker und serbischer Nationalisten auf, die sich der Modernisierung und den Reformen im Vielvölkerstaat Jugoslawien widersetzten und die Vormachtstellung des Parteiapparats hinter der Parole von der "Wahrung der serbischen nationalen Interessen" versteckten. Amtsvorgänger verschollen weiterblättern
 

Geändert am 1. April 2001 16:00 von
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