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Der Milosevic-Clan und seine Vorbilder:

Vom Volk hinweggefegt

Wien - Der Milosevic-Clan ist oft mit der Familie des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu verglichen worden. Hinter den allmächtigen Alleinherrschern standen die Ehefrauen, Mira Markovic (58) und Elena Ceausescu, als die eigentlichen Drahtzieher, denen die Männer absolut ergeben waren.

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Die Söhne Marko Milosevic und Nicu Ceausescu waren in der Bevölkerung berüchtigt wegen ihrer Alkoholexzesse, ihrer Frauengeschichten, ihres Reichtums und ihrer Liebe zu westlichen Luxusautos. Doch diese beiden Diktatoren-Clans waren auf dem Balkan nicht allein. In Albanien herrschte das Ehepaar Hodscha, in Bulgarien machten Vladimir und Ljudmila, Kinder des kommunistischen Staats- und Parteichefs Todor Schiwkow, Schlagzeilen.

Die allmächtige Milosevic-Familie wurde ebenso wie die Ceausescus durch einen Volksaufstand entmachtet. Allerdings endete das rumänische Herrscherpaar schließlich vor einem Standgericht. Im Übrigen sind die Parallelen aber verblüffend.

Pseudo-Wissenschaft vom Nationalismus

Die beiden Ehefrauen ließen sich als große Wissenschaftler feiern. Ihre "Erkenntnisse" - Mira Markovic ist Soziologieprofessorin - wurden in viele Sprachen übersetzt und selbst bis ins ferne China geliefert. Beide Familien versuchten mit geradezu missionarischem Eifer, ihrem Volk den ihm angeblich zustehenden Platz in der Welt zu verschaffen. Auf dem Weg zur Überhöhung der eigenen Nation wurde auch vor politischen Morden und der scharfen Unterdrückung der Bevölkerung nicht Halt gemacht.

Kleinganove auf großem Fuß

Marko Milosevic (26) fuhr nach eigener Darstellung mehr als ein Dutzend schneller Autos zu Schrott. In den letzten Jahren saß er wie die Spinne im Netz des Zigarettenschmuggels und wurde steinreich. In der Provinzstadt Pozarevac, Geburtsort seiner Eltern, führte er sich wie der unumschränkte Herrscher auf. Er besaß eine riesige Diskothek, eine Bäckerei, einen Rundfunksender, eine teure Parfümerie und ein "Bambiland" nach dem Vorbild von Disneyland. Als Markos Vater von der Staatsspitze weichen musste, zerstörten die Bürger von Pozarevac diese gesamte "Spielwiese" des verhassten Diktatorsohnes, der sich mit seiner Familie nach Russland absetzte. Korrupter Familienclan weiterblättern
 

Geändert am 1. April 2001 15:52 von
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