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Umstrittene Theorie der dunklen Energie gestützt:

"Hubble" entdeckt Supernova

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Denver - US-Wissenschaftler haben mit Hilfe des Weltraum-Teleskops "Hubble" eine Sternenexplosion zehn Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ausgemacht.

Die Forscher erklärten, die Entdeckung unterstütze die umstrittene Theorie von mysteriöser dunkler Energie, die die Ausdehnung des Weltalls beschleunige. Die wenig erforschte dunkle Energie wurde bereits vor 100 Jahren von Albert Einstein erwähnt. Sie soll bekannteren Kräften wie der Schwerkraft entgegenwirken. Auch mit den stärksten Instrumenten ist der Stern im Weltall kaum zu entdecken.

Es handelte sich um eine so genannte Supernova, einen Stern, der am Ende seiner Entwicklung durch eine Explosion ganz oder teilweise zerstört wird. Die Supernova soll den Astronomen Hinweise auf die dunkle Energie liefern. Sie schlossen aus ihrer Entdeckung, dass sich das Weltall nicht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit ausdehnt, da der Stern sich in diesem Fall anders bewegen und nicht so hell leuchten würde. Jetzt überdenken die Wissenschaftler ihre Theorie zu den Vorgängen im Weltall.

Wie mit einer Zeitmaschine

Das Hubble-Teleskop im Orbit.

"Dunkle Energie ist genauso erstaunlich wie die schwarzen Löcher", sagte der Kosmologe Michael Turner von der Universität von Chicago vor Journalisten in Washington. "Sie kontrolliert die Dichte der Natur. Sie ist der Schlüssel für das Verständnis, wie alle Teilchen der Natur und ihre Kräfte zusammenspielen." Die Entdeckung, dass sich das Universum immer schneller ausdehne, sei eine der wichtigsten in den vergangenen 25 Jahren.

Die Supernova 1997ff explodierte mehr als zehn Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt, weiter als jeder andere bekannte Sterne vor ihr. Die Wissenschaftler betrachten "Hubble" als eine Art Zeitmaschine, mit der sie Ereignisse aus der frühen Geschichte des Weltalls verfolgen können. Vor zehn Milliarden Jahren war das Universum erst etwa vier Milliarden Jahre alt.

Wie ein Autofahrer bei grün

Link:

  • Hubble-Teleskop

  • Supernova 1997ff war wahrscheinlich ein weißer Stern von der Größe der Sonne, aber extrem dicht. Er zog Materie von einem anderen Stern an, bis er eine kritische Masse und Temperatur erreichte. Der Kohlenstoff habe sich in einer thermonuklearen Explosion von erstaunlicher Helligkeit entzündet, sagte der Wissenschaftler Peter Nugent vom Nationallaboratorium Lawrence Berkeley.

    Kosmologen glauben, dass das Weltall vermutlich im Urknall vor zwölf bis 15 Milliarden Jahren entstand. Die Schwerkraft wirkte der unmittelbaren Ausdehnung entgegen. Dann beschleunigte sich jedoch vor vier bis acht Millionen Jahren die Ausdehnung. Die Gründe dafür sind unklar, wahrscheinlich spielt die dunkle Energie eine Rolle. "Die Supernova zeigt uns, dass das Weltall sich wie ein Autofahrer verhält, der vor einer roten Ampel bremst und dann bei grün wieder Gas gibt", sagte Adam Reiss vom Wissenschaftsinstitut in Baltimore.

    AP - Foto: AP

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    Zuletzt geändert am 4. April 2001 09:42 von aj

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