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Fr 06.04.2001
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zurückblättern  ... Melodischer Machtwechsel im Internet

Und die großen der Internet-Welt ziehen mit: der weltgrößte Internet-Provider AOL, aber auch Yahoo, RealNetworks und sogar Napster wollen Lizenzen erwerben und ihren Nutzern damit die Möglichkeit bieten, die Songs von Madonna und Robbie Williams, Eminem und Ricky Martin ganz legal auf ihre Festplatten und MP3-Player zu laden.

Zwei große Allianzen

Auch der Musiksender MTV kündigte am Mittwoch an, er werde über seine Online-Tochter MTVi künftig die Musik der großen Fünf via Internet verkaufen. Und Microsoft startete wohl nicht zufällig in dieser Woche den ersten öffentlichen Test seines neuen Musikportals MSN Music.

Zwei große Allianzen stehen sich im Internet gegenüber: die beiden größten Musikkonzerne der Welt, die Universal Music Group und Sony, gründeten gemeinsam die Internetplattform Duet. Die drei kleineren Majors schlossen sich zusammen mit dem Internet-Spezialisten RealNetworks zum Konkurrenten MusicNet zusammen. Beide Gruppen bieten als eine Art Zwischenhändler die Musik allen an, die sie an Endkunden verbreiten wolle.

Zeit der kostenlosen Downloads geht zu Ende

Links zum Thema

Yahoo.com

Universal Music

Sony Music

Bertelsmann

Real Networks

MusicNet

Um Kartellprobleme zu vermeiden, sind alle Angebote ausdrücklich "nicht-exklusiv". So dass wahrscheinlich Duet und MusicNet den eigenen Kunden in absehbarer Zeit auch die Songs ihrer Konkurrenten anbieten werden.

In den Spitzenetagen der Musikkonzerne herrscht jedenfalls demonstrative Zuversicht, endlich das schwierige neue Medium in den Griff bekommen zu haben. Dies sei der Durchbruch für den Dateitausch im Internet", frohlockte Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff in dieser Woche. Rob Glaser, der Interims-Chef von MusicNet und Kopf von RealNetworks, betonte: "Der Start von MusicNet wird wie ein Katalysator auf unserem Weg in das spannende neue Zeitalter des digitalen Musikvertriebs wirken." Und der Chef von Sony of America, Howard Stringer sagte gar voraus: "Dies ist der Anfang einer schönen neue Welt."

Preise sind noch unbekannt

Dabei wirkt manches noch zusammengestoppelt. So wird Duet zunächst nur als Streaming-Angebot - also nicht zum Speichern - verfügbar sein und erst in einem zweiten Schritt auch Downloads anbieten. Und wichtiger noch: die Preise sind noch unbekannt.

Für viele bisherige Nutzer etwa von Napster oder Gnutella dürfte der Aufbruch in die neue Zeit jedenfalls einen bitteren Beigeschmack haben. Denn das Musikgeschäft im Internet wird nun endgültig kommerzialisiert. Die beliebte Musiktauschbörse Napster etwa, die den kostenlosen Download von Musikstücken erst zu einer der Top-Attraktionen des Internets machte, soll unter dem Patronat von Bertelsmann noch in diesem Sommer in einen Abonnement-Service umgewandelt werden. Die Zeit der kostenlosen Downloads geht wohl zu Ende.

AP - Foto (montiert): dpa, RZ-Online

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Zuletzt geändert am 6. April 2001 14:39 von aj/mwege

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