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Testmethoden auf Maul- und Klauenseuche

Frankfurt/Main - Die Tests auf Maul- und Klauenseuche (MKS) dauern zwischen einem Tag und mehreren Tagen. Sie weisen direkt die Viren, ihre Gene oder indirekt die Antikörper nach, die das Tier gegen die MKS-Viren gebildet hat.

Der ELISA, mit dem sowohl Viren als auch Antikörper nachgewiesen werden, ist die erste und schnellste Methode zur MKS-Diagnostik. Ergebnisse liegen bereits innerhalb weniger Stunden oder eines Tages vor. Oft wird er daher auch als Schnelltest bezeichnet.

Beim ELISA zum Nachweis von Antikörpern werden bekannte, im Labor vorhandene Bruchstücke des Virus chemisch an die Wand eines Reagenzgefäßes gebunden. Dann kommt Blutserum des verdächtigen Tieres hinzu. Sind darin Antikörper enthalten, docken sie fest an die Virusstücke an. Nach dem Ausspülen bleiben die Antikörper daher im Gefäß zurück. Sie werden mit einem Farbtest nachgewiesen. Bleibt der Inhalt hingegen farblos, waren keine Antikörper im Blut. Mit ähnlicher ELISA-Technik kann man auch die MKS-Viren direkt nachweisen. Die Abkürzung ELISA steht für "Enzyme Linked Immunosorbent Assay".

Bestätigung über direkten Virusnachweis

"Wenn Antikörper eindeutig nachgewiesen sind, muss man davon ausgehen, dass sich die Tiere infiziert haben, sagte Prof. Heinz- Jürgen Thiel von der Universität Gießen. Die Bestätigung eines MKS- Ausbruches erfolgt jedoch über einen direkten Virusnachweis. Dies kann ebenfalls ein ELISA oder der Plaque-Test sein.

PLAQUE-TEST: Auf dem Boden von Laborschalen lassen Wissenschaftler einen "Rasen" aus MKS-empfindlichen Zellen wachsen. Falls die zugegebene Probe aus dem verdächtigen Tier MKS-Viren enthält, zerstören sie die Zellen. Es bilden sich nach ein bis drei Tagen Löcher (Plaques) im Zellrasen. Dieser relativ gute Hinweis wird jedoch noch mit einem Antikörper-Test abgesichert.

Ähnlich funktioniert der NEUTRALISATIONS-TEST. Dabei wird eine bestimmte Menge eines bekannten, im Labor vorhandenen MKS-Virus mit dem Blutserum des Tieres vermischt und auf den Zellrasen aufgebracht. Enthält das zu testende Blut Antikörper, dann bilden sich nur wenige oder keine Löcher im Zellrasen.

Zur GENETISCHEN ANALYSE der Viren wird ein Teil des Erbmaterials zunächst vervielfältigt. Dies geschieht mit der wenige Stunden dauernden so genannten "Polymerase-Kettenreaktion" (PCR). Sie vermehrt nur ein Teil der Erbinformation des Virus, nicht die der untersuchten Tiere. Es dauert mehrere Tage, um danach die Bausteinfolge des Erbmaterials zu erstellen und mit der von bekannten MKS-Viren zu vergleichen. Die Erstellung der Bausteinfolge erlaubt genaue Rückschlüsse auf die Herkunft des MKS-Virus.

dpa

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Zuletzt geändert am 8. April 2001 14:27 von sab

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