[an error occurred while processing this directive]
So 08.04.2001
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Nebenbei gehaltene Klauentiere legen Leben auf Geflügelfarm lahm

Banges Warten in Worms-Weinsheim

Worms - Die Lage an der Geflügelfarm in Worms-Weinsheim wirkt beschaulich: Nur wenige Schaulustige werfen am Sonntagmorgen einen Blick auf den außerhalb des Wormser Vororts gelegenen Hof, wo tags zuvor der erste Verdacht auf Maul- und Klausenseuche (MKS) in Rheinland-Pfalz auftrat.

Anklicken zum Vergrößern
Die ersten Schutzmaßnahmen: Vor der Geflügelfarm in Worms wurde eine Desinfektionswanne aufgebaut.

Die Straße ist abgesperrt, vor dem Hof steht eine Desinfektionswanne und neben einem Polizeiwagen Ortsvorsteher Heinz Wössner und ein Feuerwehrmann. "Das wird sich nicht bestätigen, bei den anderen Fällen ist es ja auch so gewesen", meint Wössner. Der Feuerwehrmann ist skeptisch: "Irgendwann ist es immer das erste Mal."

Typische Anzeichen festgestellt

Außer der Überwachung der Absperrung und Warten bleibt den beiden nicht viel übrig: Erst am Montag rechnen sie mit einem ersten Ergebnis aus dem Referenzlabor Tübingen, wo die Speichel- und Blutproben der Wormser Klauentiere untersucht werden. Bei einem Schaf mit hohem Fieber wurden am Samstag die typischen Anzeichen für MKS entdeckt: Bläschen und Schaum im Mundbereich. Zehn Schafe, fünf Lämmer und zwei Schweine wurden daraufhin getötet.

Die Klauentiere hatte der alt eingesessene Familienbetrieb nur nebenbei: Auf dem Hof werden Hühner und Puten gehalten, die Produkte in erster Linie auf dem Wochenmarkt in Worms verkauft. Dort stand der Verkaufswagen der Geflügelfarm auch am Samstag, nach dem Verdacht wurde er aber sofort abgebaut.

Geflügelbestand ist nicht gefährdet

Noch geschockt von der Nachricht wollen die Landwirte am Sonntag nicht vor den Hof treten. "Das sind bescheidene Leute, die wollen nicht an die Öffentlichkeit", meint der Ortsvorsteher. "Wir haben keine Erklärung, wie das passieren konnte", sagt die Hofbesitzerin am Telefon. Das hohe Fieber bei dem Schaf habe sie schon am Freitagabend festgestellt. Aus Ländern mit MKS-Fällen habe der Hof keine Produkte bekommen. Der Geflügelbestand ist zwar nicht gefährdet, aber schon der Verlust der beiden Schweine trifft die Familie. "Die Tiere waren schlachtreif." Eigentlich wollte die Hofbesitzerin auch am Montagmorgen wieder Eier ausfahren, doch vorläufig legt das bange Warten auf die Ergebnisse aus Tübingen das Leben auf der Geflügelfarm lahm.

THW übt in Bad Kreuznach den Ernstfall weiterblättern
 

Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Zuletzt geändert am 8. April 2001 14:45 von sab

» Schriftgröße einstellen
» Impressum