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zurückblättern  ... Stromversorger will sich in den USA etablieren

Das Powergen-Management unterstützte das freundliche Übernahmeangebot. Powergen-Chef (CEO) Nick Baldwin betonte, gemeinsam könnten die Unternehmen besser die großen Wachstumschancen in Großbritannien und den USA nutzen. Die Börse reagierte mit einem Kursfeuerwerk. Der E.ON-Aktienkurs stieg bis zum Mittag um 5,7 Prozent.

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Freut sich über den Mega-Deal: e.on-Chef Ulrich Hartmann.

Ausstieg aus Chemiegeschäft

Doch ist die geplante Übernahme nur ein Teil der künftigen E.ON-Strategie. Den zugleich kündigte der Konzern den vollständigen Ausstieg aus dem Chemiegeschäft an, das derzeit noch fast ein Viertel des Konzernumsatzes ausmacht. Die Chemietochter Degussa werde nach Abschluss der geplanten Umstrukturierung innerhalb von drei bis fünf Jahren verkauft, teilte Hartmann mit. Das gleiche gelte für die Immobillientochter Viterra. Die zu erwartenden Milliardeneinnahmen sollen im Energiebereich investiert werden.

Wachstumspläne in den USA

Gelingt die freundliche Übernahme von Powergen, so wäre es die größte Akquisition in der E.ON-Firmengeschichte. Mit einem Stromabsatz von 323 Milliarden Kilowattstunden und mit 30 Millionen Strom- und Gaskunden würde E.ON zum zweitgrößten Energiedienstleister der Welt, übertrumpft nur noch vom französischen Staatskonzern Electricite de France (EdF).

Der Konzern würde über herausragende Positionen in Deutschland, Großbritannien, Skandinavien und Osteuropa sowie eine exzellente Wachstumsplattform in den USA verfügen. Powergen ist schon heute drittgrößter Energieversorger Großbritanniens. Außerdem hat das Unternehmen durch die Übernahme des Stromkonzerns LG&E Energy in Louisville, Kentucky, auf dem amerikanischen Markt Fuß gefasst.

Konzern beziffert Finanzspielraum auf 30 bis 50 Milliarden Euro

Dies will E.ON für weitere Exanionsschritte nutzen: "Unser Ziel ist es, auch in den USA eine führende Position einzunehmen", stellte Hartmann klar. E.ON habe die notwendige Finanzkraft, um im zersplitterten US-Markt mit weiteren Akquisitionen in die Spitzengruppe der Energieunternehmen vorzustoßen. Der E.ON-Chef bezifferte den Finanzierungsspielraum des eigenen Konzerns ohne Kapitalerhöhung auf 30 bis 50 Milliarden Euro. Die Expansion auf den wachstumsträchtigen Märkten in Großbritannien und den USA soll unter Führung des Powergen-Managements erfolgen.

Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis zum Abschluss des Geschäfts. Noch stehen eine Reihe von behördlichen Genehmigungen in den USA, in England und der EU aus. Deshalb werde E.ON voraussichtlich erst Ende dieses Jahres das endgültige Angebot abgeben. Mit dem Abschluss der Transaktion sei im Frühjahr 2002 zu rechnen, sagte Hartmann. Bis dahin ist auch ein Gegenangebot von Konkurrenten nicht auszuschließen. Als mögliche Mitbieter gelten der spanische Endesa-Konzern und der britische Powergen-Konkurrent Scottish Power.

AP - Fotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 9. April 2001 13:26 von sab

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