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zurückblättern  ... Kleine Schritte auf dem Weg ins All

Der Glaube an die Wunder der Technik war ungebrochen, Science-Fiction-Romane hatten Hochkonjunktur, und Stanley Kubrick drehte seinen Weltraumklassiker "2001: Odyssee im Weltraum". Heute gibt es die Internationale Raumstation (ISS), und Ende April soll der US-Millionär Dennis Tito als erster Raumfahrt-Tourist der Welt ins All starten. Dennoch: Eine wirklich spektakuläre bemannte Mission hat schon seit drei Jahrzehnten nicht mehr stattgefunden. Und dass ein Mensch einmal einen anderen Planeten des Sonnensystems betreten könnte, steht derzeit gar nicht mehr auf der Tagesordnung.

Mensch muss in seinem Winkel des Alls ausharren

Aller Voraussicht nach wird der Mensch noch auf lange Zeit hin in seinem Winkel des Alls ausharren, während er Roboter den Weltraum ausspähen lässt. Erst am Samstag brachte die US-Raumfahrtbehörde NASA die Mars-Sonde "2001 Mars Odyssey" auf den Weg, die mit ihren Sensoren den Roten Planeten auf Wasservorkommen, Mineralien und womöglich geeignete Landeplätze abtasten soll. "Selbstverständlich würde ich lieber ein Langzeitprogramm sehen, das eine bemannte Mission zu einem anderen Planeten zum Ziel hat, also zum Mars", sagt der britische Astronom Colin Pillinger. "Der Nutzen daraus muss langfristig gesehen werden. Warum haben wir jemals etwas über die Antarktis erfahren? Weil die Menschen dort vor einem Jahrhundert hingefahren sind."

Viel versprechende Tests mit "Deep Space 1"

Aber bei der derzeitigen Technik ist jede bemannte Mission eine strapaziöse, lebensgefährliche und extrem beengte Reise. Wegen der schwachen Triebwerke würde der Flug zum Mars und zurück zwei bis drei Jahre dauern. Die NASA macht derzeit viel versprechende Tests mit der Sonde "Deep Space 1", die von einer Ionen-Maschine angetrieben wird. In diesem Triebwerk wird das Edelgas Xenon mit Elektronen bombardiert und dann durch Hochspannungsgitter gejagt. Die geladenen Partikel werden ausgestoßen und hinterlassen einen schillernden blauen Dunststreifen. Der Schub ist zunächst gering, baut aber allmählich eine enorme Geschwindigkeit auf, die mehrere zehntausend Stundenkilometer erreichen könnte. In diesen Tagen befindet sich die 1998 gestartete Sonde 315 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und dürfte demnächst dem Borrelly-Kometen begegnen.

"Beschleunigung mit Geduld"

"Ich nenne das Beschleunigung mit Geduld", sagt Deep-Space-Ingenieur Marc Ryman. Er hofft, die Xenon-Technik irgendwann auch für bemannte Flüge einsetzen zu können. Die größten Hindernisse bei der Erforschung des Weltraums seien ohnehin nicht die technischen Möglichkeiten, sondern die gigantischen Kosten und der gerade aktuelle Wille der politischen Entscheidungsträger, schrieben unlängst die beiden US-Wissenschaftler Ronald White und Maurice Averner. "Die Werkzeuge, um unseren Planeten zu verlassen und Bewohner des Sonnensystems zu werden, haben wir in der Hand."

AFP - Montage aus Archivfotos: RZ-Online

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Zuletzt geändert am 11. April 2001 12:06 von aj

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