[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

zurückblättern  ... Kanzlers Weihnachtsgans ist ein Ganter

"Nach dem ganzen Presserummel vor Weihnachten wollten wir dann nicht mehr dran rühren." So wurde dem Ganter "Doretta" stillschweigend eine weibliche Partnerin mit in den Taubenschlag gegeben, der als neues Zuhause nach dem weihnachtlichen Überleben diente. Und seine Frau - "damit weiter Ruhe herrscht" - wurde einfach "Gert" getauft.

Schicksal sorgte bundesweit für Aufsehen

Das Schicksal von "Doretta" hatte vor Weihnachten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Im August letzten Jahres hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei einer Reise durch die östlichen Bundesländer den ökologischen Vorzeigebetrieb besucht und im Hofladen "per Handschlag" eine Weihnachtsgans bestellt. Auf dem Hof im Norden Brandenburgs werden jährlich etwa 1000 Jungtiere aufgekauft und gemästet. Kurz vor Weihnachten werden sie in einem Betrieb nördlich von Göttingen geschlachtet.

"Damals gingen zwei Journalisten mit dem Pfleger auf die Weide. Sie suchten ein Tier aus und nannten es <Dorettaâ", schildert Bauer Möhring die Umstände, wie es zur Namensgebung kam. "Das mit dem Namen hat mir damals schon nicht gepasst". Denn schließlich habe die für den Kanzler ausgesuchte Gans schon damals ein stolzes Schlachtgewicht von 7,5 Kilogramm auf die Waage gebracht - und das schaffen eigentlich nur die männlichen Tiere, berichtet er weiter. "Aber dann habe ich gedacht, in acht Tagen ist ja sowieso alles vorbei."

"Sorgenfreies" Leben im Mastbetrieb

So kam es aber nicht: "Doretta" wurde - wegen des Einspruchs der tierliebenden Tochter von Kanzler-Gattin Doris - vom Kanzler begnadigt und noch auf dem Weg zum Schlachter in ihre Heimat zurückbeordert. Dort fristet das Tier als einziger Dauergast im Mastbetrieb jetzt ein "sorgenfreies" Leben, das mit einer großzügigen "Rente" von Kanzler Schröder finanziert wird.

25 Eier hat das Gänsepärchen in diesem Frühling schon ins Nest gelegt. Mit weiteren 15 - täglich eines - rechnet Bauer Möhring mindestens noch. Dann werden die Eier etwa drei Wochen bebrütet und junge "Gössel" schlüpfen. Für die gibt es auf jeden Fall keine Gnade, versichert der Landwirt. Spätestens zum Weihnachtsfest gelangen die Federviecher in den Kochtopf. Ihre Eltern dagegen können zuversichtlich sein, unter den Augen der aufmerksamen Öffentlichkeit ihr natürliches Lebensalter von 20 Jahren zu erreichen.

dpa - Archivfoto: dpa

Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


F 1
»Formel 1-Special
  mit Gewinnspiel



»RZ-Special:
Motorrad 2001



Zuletzt geändert am 15. April 2001 14:43 von aj

» Schriftgröße einstellen
» Impressum