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Eishockey: "Sudden Death"-Triumph über München

Mannheim feiert fünften Meistertitel

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Sie haben den Pott: Adler Mannheim_Spieler präsentieren die begehrte Trophäe nach ihrem entscheidenden Sieg über die Münchner Barons

München/Mannheim - Mannheims Trainer Bill Stewart freute sich diebisch über seine vorgetäuschte "Kollaps-Auszeit", seine "Adler" schwebten zwei Nächte lang auf Wolke sieben - und sogar das Münchner Publikum bejubelte am späten Freitagabend noch lange den deutschen Eishockey-Meister.

In einer dramatischen Verlängerung hatten sich die Adler Mannheim 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1: 0) im vierten Playoff-Finale gegen die München Barons durchgesetzt und in der "Best-of-five"-Serie den entscheidenden dritten Sieg erzielt.

Coach Stewart täuschte Kreislauf-Kollaps vor

Mike Stevens erzielte das "Golden Goal", doch Wegbereiter des fünften Mannheimer Titels war Trainer Stewart. Im ersten Drittel war der abgezockte Kanadier an der Bande mit einem Kreislauf-Kollaps zusammengebrochen - dachten alle. Dabei täuschte der 43-Jährige dies nur vor, weil Torjäger Jan Alston defekte Schlittschuhe hatte und die neuen Kufen erst wieder eingefahren werden mussten. Während der Kanadier seelenruhig auf dem Eis seine Runden drehte, kam Coach Stewart langsam wieder zu sich.

"Manchmal braucht man auch mal eine unkonventionelle Auszeit. Das war ein spontaner Einfall, er war nötig", sagte der gewiefte Coach. "Er ist mit allen Wassern gewaschen. Ihm fällt immer was ein", meinte Pressesprecher Matthias Fries.

"Das ist großartig. Das ist Eishockey. Das ist Sport"

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Berühmt-berüchtigt für seine Aktionen: Adler-Trainer Bill Stewart

In der Tat ist Stewart berühmt-berüchtigt für seine Aktionen. In den USA hat er bereits Einreiseverbot, weil er mal einen Spieler aus Osteuropa über die Grenze "schmuggeln" wollte. Und dauert bei Stewart eine Teamsitzung schon mal acht Stunden, schweigt er in vielen Auszeiten seine Spieler 30 Sekunden lang an. Im Viertelfinale hatte er sich sogar eine Prügelei mit Trainer Pavel Gross von den Berlin Capitals geliefert.

Nach seinem Meisterstück suchte Stewart nach Worten und stammelte: "Das ist großartig. Das ist Eishockey. Das ist Sport. Mein Team hat viel für den Erfolg getan. Ich bin einfach nur stolz. " Für Stevens war der Siegtreffer "der größte Moment in meiner Karriere". Und Manager Marcus Kuhl meinte cool: "Wir sind da, wo wir hin wollten. Wir hatten von Beginn an die Favoritenrolle, und wir haben immer an uns geglaubt."

Nach Kraftakt auf dem Eis zum Feier-Marathon nach Mannheim

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"Da, wo wir hin wollten": Mannheims Torwart Mike Rosati (vorn), lässt sich mit seinen Mitspielern als Deutscher Eishockey- Meister 2001 auf dem Balkon des Mannheimer Rathauses von den Fans feiern.

Nach dem Kraftakt auf dem Eis wartete ein Feier-Marathon auf die Kufen-Cracks aus Mannheim: Als der Mannschaftsbus Samstagmorgen um 5.30 Uhr an der Mannheimer Eishalle eintraf, warteten schon 2. 000 Fans bibbernd vor Kälte auf ihre Helden. Um 17.00 Uhr folgte der Empfang im Rathaus bei Oberbürgermeister Gerhard Widder, danach ging es trotz Nieselregens im Autokorso an tausenden jubelnden Fans vorbei in die Eishalle. Dort wurde mit knapp 12.000 Zuschauern bis in die Morgenstunden abgerockt.

Vor 6.256 Zuschauern in der erst zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften Olympia-Eishalle hatte sich der feste Glaube der Mannheimer an den Sieg bezahlt gemacht. Nachdem die Kurpfälzer bereits nach 15 Sekunden durch Jason Herter in Rückstand geraten waren, markierte Stephane Richer in der 27. Minute den Ausgleich und nutzte dabei eine Überzahl-Situation aus. Und weil die Mannheimer im Schlussdrittel und auch in der Verlängerung überlegen agierten, war der Siegtreffer von Stevens nach 3:01 Minuten auch verdient.

Niedergeschlagen: "Baron" Simpson denkt an Abschied

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Vom Sockel gestossen: Christopher Luongo (M) von den München Barons im Zweikampf mit Steve Junker (li) von Adler Mannheim

Niedergeschlagenheit herrschte dagegen bei den München Barons. Vor zwei Jahren erst vom US-Milliardär Philipp F. Anschutz gegründet, hatten sie auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gehofft. Doch nun stellt sich für das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt die Frage, wie es in der kommenden Saison weitergehen soll. Mit welchen Spielern? Mit welchem Etat? Und vor allem: Mit welchem Trainer?

"Ich muss in den nächsten Tagen noch einige Gespräche führen", sagte Coach Sean Simpson zu einer möglichen Vertragsverlängerung. Nicht mal eine Tendenz wollte sich der Brite, dessen Vertrag mit dem Ende der Spielzeit ausgelaufen ist, entlocken lassen. Allerdings spricht vieles für einen Abschied - zum Beispiel in die Schweiz, wo Simpson nach seinen Erfolgen beim EV Zug noch immer große Popularität genießt.

Christian Pfennig, sid

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Zuletzt geändert am 22. April 2001 16:26 von to

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