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Stichwort:

Wiederaufbereitungsanlage Sellafield

Nach zahlreichen Protesten stoppten die deutschen Energieversorger 1989 den Bau des umstrittenen Atomprojekts Wackersdorf. Deutschland verlagerte die Wiederaufbereitung von Brennelementen ins Ausland und schloss Verträge mit den Betreibern der Anlagen im französischen La Hague, Cogema, und im britischen Sellafield, BNFL (British Nuclear Fuels Limited). In Gorleben und Ahaus wurden zugleich Lager zur längerfristigen Zwischenlagerung der Brennelemente errichtet.

Am 13. Mai 1997 brachte erstmals ein Schienentransport ausgediente Brennelemente aus Neckarwestheim nach Sellafield. Der kerntechnische Komplex an der Küste von Cumbria in Nordwest-England besteht aus einem Kernforschungszentrum, einer Wiederaufbereitungsanlage und dem Kernkraftwerk Calder Hall. An diesem Standort arbeiten mehr als 10.000 fest angestellte Mitarbeiter. Die BNFL nutzt als Betreiber die Wiederaufbereitungsanlage seit 1994 kommerziell. Bis 1983 lief die Großanlage unter der Namen "Windscale".

Nach Angaben der Betreiber werden abgebrannte Brennelemente seit mehr als 25 Jahre auf dem Schienen-, Straßen- und Seeweg zwischen Anlagen in Kontinentaleuropa und Sellafield transportiert. Die Erfahrungen von BNFL beruhten auf einer Gesamtwegstrecke von mehr als 24 Millionen Transportkilometern. Dabei habe es keinerlei Vorfälle gegeben, bei denen Radioaktivität freigesetzt worden sei.

Immer wieder in den Schlagzeilen

Dennoch geriet Sellafield immer wieder in die Schlagzeilen. Erst Ende Januar dieses Jahres kam es zu einem schweren Störfall. Die Atomanlage stand vor einer Explosion der Abfalltanks, die erst nach erheblicher Verzögerung verhindert werden konnte. Kritiker monieren aber auch die Umweltverschmutzung durch Einleitung radioaktiven Abwassers in die Irische See. Schätzungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie aus dem Jahre 1999 zufolge haben sich rund 200 Kilogramm Plutonium auf dem Meeresboden der Irischen See abgesetzt, das jedoch hauptsächlich von Verunreinigungen aus der Mitte der siebziger Jahre stammt.

Hohe Strahlenwerte an Tieren in der Umgebung

Untersuchungen an Tieren, die sich im Bereich der Atomfabrik aufhalten, weisen sehr hohe Strahlenwerte auf: Deswegen untersagte das britische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung Mitte Februar 1998 den Verzehr von Tieren, zum Beispiel Tauben, die in einem Umkreis von 16 Kilometern um die Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield ansässig sind.

Gefälschte Gutachten, mangelhafte Kontrollen

Den Betreibern der Wiederaufbereitungsanlage wurde im Februar 2000 die Fälschung von Sicherheitsgutachten und mangelhafte Kontrollen nachgewiesen. Die Mischoxid-Anlage wurde bis zur Klärung der Fälle und der Korrektur der Sicherheitskontrollen abgestellt. Der für Dienstag geplante Transport abgebrannter Brennelemente ist der erste nach Sellafield seit dem Transportstopp vom Mai 1998.

AP

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Zuletzt geändert am 23. April 2001 15:57 von aj

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