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zurückblättern  ... Schwerbewaffnete Geiselnehmer ergaben sich

Die Bundesregierung in Berlin dankte der Türkei ausdrücklich für ihren Einsatz beim Ende des Geiseldramas. Auch die russische Führung äußerte sich "zufrieden" über das schnelle Ende der Geiselnahme im "Swissotel". Außenamtssprecher Alexander Jakowenko forderte die Türkei auf, "unter Beachtung der Gesetze alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um die Täter zu bestrafen und um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern". Die Geiselnehmer hatten mit ihrer Aktion die Öffentlichkeit auf das harte Vorgehen Russlands in Tschetschenien hinweisen wollen. Die russische Kriegführung in der Kaukasusrepublik war unter anderem von der UN-Menschenrechtskommission und dem Europarat kritisiert worden.

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Das Hotel im Istanbuler Stadtteil Besiktas war während der Geiselnahme weiträumig abgesperrt worden.

"Swissotel" gezielt ausgesucht

Die Geiselnehmer hätten sich gezielt das "Swissotel" im europäischen Stadtteil Besiktas ausgesucht, weil sich dort gerade viele ausländische Gäste aufhielten, hieß es in TV-Berichten. Die Gruppe habe auf diese Weise eine größere Aufmerksamkeit erzielen wollen. Am Nachmittag kehrten die ersten Ex-Geiseln in das Fünf- Sterne-Hotel zurück. Zum Zeitpunkt der Geiselnahme waren etwa 600 Menschen im "Swissotel - The Bosphorus", darunter etwa 16 Deutsche. Außerdem waren unter anderem Österreicher und die Crew eines SwissAir-Flugzeuges in dem Fünf-Sterne-Hotel.

Geiselnehmer bedauern "Unannehmlichkeiten"

Die Geiselnehmer bedauerten in einer Erklärung die Unannehmlichkeiten für die Hotelgäste und mögliche negative Auswirkungen für die Türkei. Die Gruppierung um Tokcan hatte bereits im Januar 1996 aus der türkischen Hafenstadt Trabzon die Schwarzmeer- Fähre "Avrasya", die nach Russland fahren sollte, entführt. Auch mit dieser Aktion sollte auf das harte Vorgehen Moskaus in Tschetschenien hingewiesen werden. Tokcan, ein türkischer Bürger, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, konnte jedoch 1997 fliehen. 1999 wurde er erneut festgenommen. Ende vergangenen Jahres kam Tokcan im Rahmen einer Amnestie frei.

Sympathisanten für Streben nach Unabhängigkeit

Erst im März hatten tschetschenische Luftpiraten ein in Istanbul gestartetes russisches Passagierflugzeug entführt und nach Saudi- Arabien umgeleitet. Bei der Erstürmung der Maschine waren drei Menschen ums Leben gekommen. Die Türkei ist ein vorwiegend moslemisches Land; viele Türken sympathisieren daher mit dem Streben der moslemischen Republik Tschetschenien nach Unabhängigkeit.

dpa, AP

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Zuletzt geändert am 23. April 2001 15:11 von aj

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