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Drogenbilanz 2000

Mehr Tote, weniger junge Raucher und Trinker

Berlin - Die Zahl der Drogentoten ist 2000 um zwölf Prozent auf 2030 gestiegen. Das geht aus dem am Donnerstag vorgelegten Sucht- und Drogenbericht 2000 der Bundesregierung vor. Dieser verzeichnet gegenläufige Trends. Einerseits greifen Jugendliche zwar weniger zu Alkohol und Nikotin. Andererseits nimmt der Konsum von Cannabis, Kokain und "Partydrogen" zu. Dagegen scheint Heroin bei jungen Leuten - ausgenommen Aussiedlern - eher "out". Die Ergebnisse im Einzelnen:

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TABAK:

Die Zahl der erwachsenen Raucher ist seit 1997 von 17,8 auf 16,6 Millionen gesunken. In Deutschland rauchen 39 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen. Davon gelten 5,4 Millionen (1997: 6,7 Millionen) als starke Raucher und vier Millionen als nikotinabhängig. Auch Jugendliche griffen weniger zum Glimmstängel als noch Mitte der 90er Jahre: 38 Prozent der 12- bis 25-Jährigen rauchten ständig oder gelegentlich. 1997 waren es noch 41 Prozent. Bei Mädchen ist der Trend weniger erfreulich. Sie qualmen öfter und früher. Die erste Zigarette probierten Jugendliche im Schnitt mit 13,6 Jahren. Dafür bleiben immer mehr Jugendliche rauchfrei. 49 Prozent der Jugendlichen hatten keine oder nur wenige Zigaretten geraucht.

ALKOHOL:

Dem Bericht zufolge sind 1,2 Millionen Männer und 300.000 Frauen in Deutschland alkoholabhängig. Weitere Millionen weisen ein riskantes Trinkverhalten auf. Bei Jugendlichen ging der Alkoholkonsum auch 2000 zurück. Demnach trinken 38 Prozent der Jungen und 20 Prozent der Mädchen regelmäßig Alkohol. Als alarmierend wird ein Trend zum "Rauschtrinken" bei Jugendlichen eingestuft.

MEDIKAMENTE:

Nach Hochrechnungen sind 1,48 Millionen der 18- bis 59- jährigen medikamentenabhängig - 820.000 Frauen und 660.000 Männer. ILLEGALE DROGEN: 27 Prozent der Jugendlichen haben Erfahrungen mit illegalen Drogen. Das Durchschnittsalter für den ersten Drogenkonsum liegt bei 16,4 Jahre. Dabei scheint der Kreis der Wiederholungs- Konsumenten zu stagnieren: 13 Prozent der 12- bis 25-jährigen haben in den vergangenen zwölf Monaten illegale Drogen genommen - zwei Prozentpunkte weniger als 1997.

Häufigste illegale Droge ist Cannabis

Die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis: 26 Prozent der Jugendlichen haben schon mal Hasch oder Marihuana probiert. Vier Prozent der 12- bis 25-jährigen haben in ihrem Leben schon mal Ecstasy, drei Prozent Amphetamine, jeweils zwei Prozent LSD und Kokain genommen. Weniger als 0,5 Prozent probierten Heroin oder Crack.

CANNABIS:

Der Cannabis-Konsum ist dem Bericht zufolge gestiegen. Bei den Erwachsenen hatten 21 Prozent der West-Bürger und elf Prozent der Ost-Bürger mindestens ein mal Hasch oder Marihuana probiert. Von den 18- bis 24-jährigen hat sogar mehr als jeder Dritte Cannabis mindestens einmal konsumiert. Die Zahl der Jugendlichen, die wegen psychischer Abhängigkeit von Cannabis Therapien nachfragten, wuchs deutlich an.

HEROIN:

Heroin ist dem Bericht zufolge eher "out". Ausnahme seien jugendliche Aussiedler. Die Zahl der erstauffälligen Konsumenten stagniere. Dennoch seien Opiate wie Heroin, Methadon, Codein, Opium oder Morphium nach Alkohol die Problemdroge Nummer eins, weil sie große gesundheitliche und soziale Probleme verursache. Fixer seien nach Homosexuellen die zweitgrößte Risikogruppe für HIV.

KOKAIN:

Der Kokainkonsum steigt nach der Studie seit Jahren an. Im Westen haben 3,9 Prozent der 18- bis 24-jährigen und im Osten sogar fünf Prozent schon mal Kokain genommen. Bei Crack sei bisher kein spürbarer Anstieg zu verzeichnen. Allerdings klagten einzelne Großstädte wie Frankfurt und Hamburg über steigende Zahlen von Crack- Konsumenten, die als besonders aggressiv gelten.

ECSTASY/LSD:

Bei Designerdrogen wie Ecstasy verzeichnet der Bericht zwar keinen rasanten Anstieg. Allerdings gebe es eine kleine Gruppe von Konsumenten, die solche Partydrogen in großem Maße konsumierten. Bei Amphetaminen macht der Bericht eine leichte Steigerung aus. Bei LSD gibt es keinen klaren Trend.

dpa - Grafik: Reuters

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Zuletzt geändert am 26. April 2001 15:04 von aj

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