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zurückblättern  ... Suchtbeauftragte warnt vor Rausch-"Spaßkultur"

Der Heroinkonsum ging dagegen leicht zurück. Während es immer weniger Raucher gibt, zeichnete sich beim Alkohol kein eindeutiger Trend ab. Allerdings bewegt sich der Alkoholkonsum im europäischen Vergleich weiter auf einem "sehr hohen Niveau".

Aufklärung via Internet

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Ein Drogensüchtiger setzt sich im so genannten Druckraum des "FixStern" im Hamburger Schanzenviertel eine Heroinspritze. Nach dem Sucht- und Drogenbericht der Regierung stieg die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf 2030.

Für den Kampf gegen Drogen kündigte Caspers-Merk ein umfassendes Konzept der Regierung an. Bis zum Herbst sollen Experten eine Strategie erarbeiten, mit der sich der Einstieg in den Drogenkonsum hinauszögern und der Ausstieg aus riskanten Konsummustern meistern lasse. Sie soll den "Nationalen Rauschgiftbekämpfungsplan" von 1990 ersetzen. Unter anderem gelte es, die Zusammenarbeit von Jugend- und Drogenhilfe zu verstärken. Jugendliche sollten mit dem Internet- Projekt "drugcom" über die Gefahren von Drogen aufgeklärt werden.

"Gezieltes 'sich zumachen'"

Bei vielen Jugendlichen gehe es "um ein gezieltes 'sich zumachen' am Wochenende", sagte Caspers-Merk. Beängstigend sei, dass es unter jungen Menschen keinerlei Debatte darüber gebe, dass auch Ecstasy zu ernster Abhängigkeit führen könne. Im Jahr 2000 registrierte die Polizei dem Drogenbericht zufolge fast 5500 überwiegend jugendliche Erstkonsumenten, 1999 waren es lediglich 3170 gewesen. Auch beim Umgang mit leistungssteigernden Medikamenten, von dem besonders stark junge Frauen betroffen seien, fehle die nötige Risikodebatte.

Zum deutlichen Anstieg der Drogentoten hätten vor allem junge Aussiedler beigetragen. "Hier gab es eine Vervierfachung", sagte Caspers-Merk. Diese Menschen seien wegen mangelnder Deutschkenntnisse und großen Misstrauens durch Hilfangebote nur schwer erreichbar. Deshalb sollen sowohl Suchthelfer als auch Aussiedlerberater verstärkt für die Drogenproblematik sensibilisiert werden.

Die Zahl erwachsener Menschen, die bereits Kokain zu sich genommen haben, steigt dem Bericht zufolge stetig. Auch Therapieeinrichtungen müssen demnach immer mehr Konsumenten des ehemals als "Schicki-Micki- Droge" bekannten Pulvers behandeln. Zuletzt hatten 2,5 Prozent der Erwachsenen Kokainerfahrungen.

Zahl der Raucher ging zurück

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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers- Merk (SPD).

Dagegen ging die Zahl der Raucher zwischen 18 und 59 Jahren gegenüber Erhebungen von 1997 auf 16,6 Millionen zurück (1997: 17,8 Millionen). Allerdings sei das Einstiegsalter mittlerweile auf deutlich unter 14 Jahre gesunken, sagte Caspers-Merk. Alkoholmissbrauch ist dem Sucht-Bericht zufolge für bis zu 15 Prozent aller Krankenhausaufenthalte in Deutschland verantwortlich.

Mehr als ein Viertel der Jugendlichen in Deutschland hat nach dem Bericht bereits Cannabis zu sich genommen. Allerdings sei der Anteil der aktuellen Konsumenten im vergangenen Jahr gegenüber 1997 um zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent gefallen. In Zukunft gelte es, zu einem entspannteren Umgang mit der am weitesten verbreiteten illegalen Droge zu finden und vor allem in der Strafverfolgung bundesweit für einheitliche Regelungen zu sorgen, sagte Caspers-Merk. Allerdings müsse noch stärker als bisher auch auf die Risiken von Cannabis hingewiesen werden.

dpa - Archivfotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 26. April 2001 14:50 von aj

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