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Fr 27.04.2001
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Russland lehnt Verschiebung wegen Computerausfall ab"Touristen-Raumschiff" soll am Samstag startenBaikonur/Cape Canaveral - Trotz der Computerprobleme in der Internationalen Raumstation (ISS) hält Russland an dem für Samstag geplanten Start eines Raumschiffes zur ISS fest. Die russische Seite wies damit am Freitag eine Forderung der US-Weltraumbehörde NASA zurück, den Start der dreiköpfigen Besatzung zu verschieben. Die "Sojus"-Kapsel soll neben zwei russischen Kosmonauten auch den ersten Touristen ins All bringen, den amerikanischen Unternehmer Dennis Tito.
Die NASA hatte um die Startverschiebung ersucht, weil die an die ISS angedockte Raumfähre "Endeavour" wegen der Computerprobleme bis zu zwei Tage länger im All bleiben soll. Die "Endeavour" hätte am Samstag zur Erde zurückkehren sollen. Die NASA befürchtet nach eigenen Angaben Probleme beim Andocken des russischen Raumschiffes an die Station, wenn auch die "Endeavour" noch mit der Station verbunden ist. Andocken am Montag Der Direktor des staatlichen russischen Raumfahrtunternehmens RKK Energija, Juri Semjonow, sagte demgegenüber am Freitag, Experten seien der Ansicht, dass das Andockmanöver auch unter diesen Umständen möglich sei. Deshalb setze man die Startvorbereitungen wie geplant fort. Die Amerikaner sollten ihre eigenen Probleme an Bord der ISS lösen, sagte Semjonow weiter. Das "Sojus"-Raumschiff soll am Samstagvormittag vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS starten. Am Montag soll die Kapsel an die Raumstation andocken. Bei einer zweitägigen Verlängerung des Flugs der "Endeavour" wäre dann auch noch die US-Fähre mit der Station verbunden. Sollte die russische Weltraumbehörde nicht doch noch in letzter Minute einlenken, will die NASA die "Endeavour"-Mission nur um einen Tag bis Sonntag verlängern. Ein Computer funktioniert wieder Unterdessen gelang es den Astronauten an Bord der ISS am Freitagmorgen, einen Computer wieder in Gang zu setzen, der für einen geplanten Test des neuen riesigen Greifarms der ISS notwendig ist. Die NASA will den Test allerdings erst ausführen, wenn auch einer zweiter Computer wieder arbeitet. Die russische Regierung erteilte am Freitag dem Amerikaner Tito endgültig die Starterlaubnis für den Flug zur ISS. Tito hat sich monatelang auf den Flug vorbereitet und zahlt Russland bis zu 20 Millionen Dollar (rund 44 Millionen Mark/22 Millionen Euro) für die einwöchige Reise ins All. Die US-Weltraumbehörde NASA sperrte sich zunächst gegen den Besuch Titos aus Sorge, er könne den Betrieb an Bord der ISS stören. Den amerikanischen Teil der Raumstation soll der 60-Jährige nur in Begleitung eines Astronauten betreten dürfen. AP - Fotos: AP [an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 27. April 2001 13:54 von aj |
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