[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

zurückblättern  ... Die Rituale einer Profi-"Hexe"

Aber sonst hext sie an den acht Jahreszeitenfesten, zu denen die Walpurgnisnacht zählt, nach eigenen Angaben auch gern in größerem Kreis. Die Mainacht stehe dabei im Zeichen der Fruchtbarkeit, erklärt Ascher. Üblicherweise entzünden die selbst ernannten Hexen ein Feuer, über das zum Abschluss gemeinsam gesprungen wird - in festem Gedanken an das Gewünschte.

In die "Kraft des Universums" einklinken

Anklicken zum Vergrößern

Zuvor vollziehen sie im Kreis ein Ritual, bei dem sich alle mit Gedanken und Worten in die "Kraft des Universums" einklinken und die Macht der vier Elemente auf das Gewünschte richten, wie Ascher erklärt. Nach dieser Konzentrationsübung wird der Wunsch gemeinsam "losgeschickt". Die Kraft, die sie in so einem Ritual erfahre, beschreibt sie als eine Welle, "die den Körper beispielsweise auch in Momenten von großer Freude durchströmt".

Wenn überhaupt gesprochen wird, dann nicht Abrakadabra oder Simsalabimm sondern eher Selbstgedichtetes oder Schlichtes wie: "So soll es sein". Und bei allen Ritualen, die sie vornehme, dürfe am Ende ein Spruch nicht fehlen: "Möge es allen nutzen". Er soll die Zauberin vor möglicherweise nicht bedachten Folgen ihres Wunsches schützen.

"Ergebnisse unter Umständen sehr spektakulär"

Weil Magie auch hungrig macht, gibt es im Anschluss an die Zeremonie ein Mahl. In der Walpurgnisnacht werden - dem Fruchtbarkeitsthema gemäß - gerne Brot, Eier, rote Früchte und rotes Gemüse mit scharfen Gewürzen gereicht. "Das ist alles relativ undramatisch", meint Ascher, die mittlerweile auch Hexen ausbildet. "Aber die Ergebnisse können unter Umständen sehr spektakulär sein." Als Beispiel für eine gelungene Zauberei, die sie auch unabhängig von den Jahreszeitfesten vornimmt, fällt ihr ein, dass sie in einer völlig unbekannten Stadt eine Wohnung mit ganz bestimmten Vorgaben suchte. Wenige Tage nach dem Losschicken des Wunsches sei sie bei einer Freundin gewesen, die ihr von einem Aushang erzählt habe. "Es war genau das, was ich gesucht habe."

Verfasserin hütet sich vor schwarzer Magie

Allerdings hütet sich die Verfasserin des Buches "Hexen Einmaleins für freche Frauen" (Heinrich Hugendubel Verlag) vor schwarzer Magie. "Wer andere mit einem Ritual manipulieren will, bekommt das gleich mehrfach zurück - und damit gibt's nur Ärger", sagt sie. Sie befasse sich ausschließlich mit weißer Magie, die nach dem Motto arbeitet "Tu was du willst und schade niemanden." Hexen zu können ist für sie eine große Verantwortung, fast ist sie froh, keine besonderen hellseherischen Fähigkeiten zu haben, wie sie Hexen ebenfalls nachgesagt werden. "Das wär mir zu viel."

"Man muss wissen, was man will"

Wer sich von der Hexenmeisterin etwas zaubern lassen will, muss vorher mit ihr ein Beratungsgespräch führen. Und am liebsten sei es ihr, wenn sich ihre Klientin selbst an der Zauberei beteilige. Erlernen könnten es jeder und jede, aber ähnlich wie bei allen Künsten sei es auch in der Hexerei: "Nicht jeder wird Picasso." Allmachtsphantasien, die sie mit als Grund für den Harry-Potter-Boom sieht, wolle sie nicht nähren. Statt Hokuspokus versuche sie, ihren Fans, die von acht bis 80 Jahre alt sind, als Grundvoraussetzung fürs Zaubern vor allem eins zu vermitteln: "Man muss wissen, was man will."

AP - Fotos: dpa, AP

Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[an error occurred while processing this directive]

F 1
»Formel 1-Special
  mit Gewinnspiel




»RZ-Special:
Motorrad 2001



Zuletzt geändert am 27. April 2001 14:46 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum