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Leverkusens Trainer beklagt schlechte Lobby: "Man will mich nicht"

Berti Vogts denkt ans Auswandern

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Sieht sich als Prügelknabe: Berti Vogts.

Leverkusen - Berti Vogts will seine Trainer-Karriere in der Fußball-Bundesliga beenden, wenn er zum Saisoende bei Bayer Leverkusen ausscheiden und seinen bis 2003 befristeten Vertrag nicht erfüllen kann.

"In Deutschland will man mich nicht. Wenn ich als Trainer weitermache, dann nur im Ausland. Ich habe mich neulich lange mit meiner Frau über Deutschland unterhalten. Ob es noch das Land ist, in dem wir wirklich leben wollen. In dem wir unseren Sohn aufwachsen sehen wollen, ich weiß es nicht, Vielleicht wandern wir ja aus. 2003, wenn mein Vertrag bei Bayer ausläuft", erklärte der Ex-Bundestrainer in einem Interview.

Der 54 Jahre alte Coach glaubt, der Prübelknabe im deutschen Fußball zu sein und meint: "Das geht doch jetzt schon seit Jahren so. Meine Bilanz bei der Nationalelf zählt ja auch nichts, mit nur zwölf Niederlagen. Da heißt es: Ach, der Berti, der hat doch nur Glück gehabt. Wenn unsere Nationalelf 2004 Vize-Europameister wird, brechen vor Freude alle Dämme. Bei mir haben alle von Blamage gesprochen, als wir 1992 bei der EM Zweiter wurden."

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Bei Bayer in der Kritik:
Berti Vogts.

"Wie blöd bin ich denn"

Auf die Frage, warum er nicht rund fünf Millionen Mark Abfindung von Bayer Leverkusen genommen habe, erwiderte Vogts: "Wie blöd bin ich denn? Weil ich Spaß am Fußball habe, in Leverkusen auf dem Trainingsplatz zu stehen, bei Dauerregen mit den Jungs zu arbeiten."

Ablösung keine beschlossene Sache

Der 96-malige Nationalspieler geht davon aus, dass seine Ablösung bei Bayer zum Saisonende keine beschlossene Sache ist: "Das stimmt nicht. Das sage ich ihnen jetzt ganz ehrlich. Aber wenn wir nur Achter werden, habe ich mit Sicherheit keine Zukunft mehr bei Bayer. Ich habe schon vor Monaten gesagt, dass unser Ziel die Champions League ist. Wenn wir in den Uefa-Cup kommen, wäre das enttäuschend. Aber kein Grund aufzuhören."

Bezüglich der hoch bezahlten Profis fordert Vogts klipp und klar: "Wir handelnden Personen müssen uns an einen großen runden Tisch setzen. Trainer, Manager, auch die Medien. So kann es doch nicht weitergehen. Ich will, dass auch noch erfolgreicher schöner Fußball gespielt wird."

sid - Fotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 2. Mai 2001 13:20 von sab

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