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So 13.05.2001

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Nach Hingis auch Capriati geschlagen:

Mauresmo gewinnt die German Open

Berlin - Martina Hingis geschlagen, Jennifer Capriati geschlagen, Turnier gewonnen: Die Französin Amelie Mauresmo ist die große Siegerin der German Open in Berlin. Im Endspiel bezwang die 21-jährige Französin, die 1998 als Qualifikantin erst im Finale an der Spanierin Conchita Martinez gescheitert war, die an Nummer drei gesetzte US-Amerikanerin Jennifer Capriati mit 6:4, 2:6, 6:3 und verbesserte sich um drei Positionen auf Platz sechs der Weltrangliste. Jennifer Capriati kassierte nach neun Siegen in Folge ihre erste Saison-Niederlage auf Sand und verpasste zehn Jahre nach ihrer ersten und bis dato einzigen Teilnahme in Berlin, als sie mit 15 Jahren immerhin schon das Halbfinale erreichte, erneut den Titel.

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"Ich habe hier meine bisher beste Serie hingelegt", freut sich Amelie Mauresmo über den Sieg.

"Ich habe hier mit den drei aufeinander folgenden Siegen gegen Amanda Coetzer, Martina Hingis und Capriati meine bisher beste Serie hingelegt. Spielentscheidend war wohl im dritten Satz das Break zur 2:1-Führung. Heute habe ich optimal gespielt", sagte die glückliche Siegerin und blickte bereits zum "Heimspiel" bei den French Open: "Vor Paris bin ich jetzt schon ganz ungeduldig, versuche aber, alles Schritt für Schritt zu machen."

Auch Capriati schöpfte trotz der Niederlage Hoffnung für Paris: "Die ersten schweren Sandplatzmatches haben mir viel gegeben", sagte die Australian Open-Siegerin, die sich selbst, aber auch Mauresmo in einer Favoritenrolle sieht: "Ich habe hier in Berlin mein bisher bestes Tennis gespielt, und das ist meine Herausforderung für die Mitfavoriten."

Hingis: "Trennung war richtig"

Zu einer großen Verliererin in Berlin zählte unterdessen Martina Hingis. "Die Trennung von meiner Mutter war und ist die richtige Entscheidung", sagte Hingis nach ihrer 6:3, 0:6, 4: 6-Niederlage gegen die Französin, gegen die sie im Januar 1999 im Finale der Australian Open in Melbourne ihren bis dato letzten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte. Mit trotzigem Blick und einer nur ganz kleinen Unsicherheit in der Stimme verteidigte die 20-jährige Schweizerin die längst fällige Abnabelung von ihrer Mutter und Trainerin Melanie Molitor und den Schritt in ein unabhängiges und eigenständiges Leben.

Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite. "Nicht ohne meine Mutter" - so könnte Martina Hingis ihre sportlichen Erfolge seit der Trennung vor vier Wochen zusammenfassen, denn ohne Melanie Molitor auf der Tribüne gewann die Weltranglistenerste kein Turnier mehr. Anfang April in Amelia Island verlor sie im Viertelfinale gegen Arantxa Sanchez (Spanien), eine Woche später im Finale von Charleston gegen Jennifer Capriati und nun gegen Amelie Mauresmo. Überhaupt hat Martina Hingis lange keine Trophäe mehr gewonnen, zuletzt Ende Februar in Dubai. Bei Grand-Slam-Turnieren war der Triumph bei den Australian Open 1999 ihr bis dato letzter.

Körperliche Fitness verbessern

An der Seite von Martina Hingis reist seit einem Monat der in Tampa lebende 29-jährige Australier David Taylor um die Welt. Er war ursprünglich als Sparringspartner eingestiegen und bleibt vorerst bis zu den French Open in Paris (28. Mai bis 10. Juni) ihr Coach. Taylor hat ein vielseitiges Trainingskonzept ausgearbeitet, das vor allem darauf ausgerichtet ist, die oft bemängelte körperliche Fitness der Weltranglistenersten zu verbessern.

Bei den Italian Open in dieser Woche in Rom ist Martina Hingis erneut die Nummer eins der Setzliste. Ihre große Herausforderin fehlt, die Weltranglistenzweite Venus Williams (USA) reiste nach ihrer Achtelfinal-Niederlage in Berlin gegen die Belgierin Justine Henin wegen einer Verletzung am Schlagarm in die Heimat zurück. Dagegen will Deutschlands Spitzenspielerin Anke Huber nach fünfwöchiger Verletzungspause im Foro Italico ihr Comeback starten.

sid - Foto: AP

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Zuletzt geändert am 13. Mai 2001 17:55 von aj

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