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Zweite Liga: Hannover 96 mit neuem Führungs-Duo in die nächste Saison

Ralf Rangnick meldet sich zurück

Hannover - Bei Hannover 96 hat die Zukunft begonnen: Mit der Verpflichtung von Trainer Ralf Rangnick und der Rückkehr von Franz Gerber auf den Posten des Sportdirektors hat der Fußball-Zweitligist offenbar die ideale Lösung für die sportliche Führung gefunden: Rangnick galt als Wunschkandidat von "96"-Boss Martin Kind, die gleichzeitige Verpflichtung von Gerber hatte der neue Coach seinerseits zur Bedingung für sein Engagement gemacht.

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Von Stuttgart nach Hannover: Ralf Rangnick.

"Hannover war vor Jahren mit Gerber als Manager und Reinhold Fanz als Trainer auf einem guten Weg, auf den möchte ich gerne zurück", erklärte Rangnick.

Gerber für Transfers zuständig

Das Duo tritt die Nachfolge des vor vier Wochen entlassenen Trainers Horst Ehrmantraut und des bisherigen Managers Wolfgang Levin an. Während sich Klubchef Kind selbst um die Finanzen des Traditionsvereins kümmern will und Rangnick als Trainer für die Mannschaft verantwortlich zeichnet, soll Gerber die Verpflichtung neuer Spieler und mögliche -Verkäufe koordinieren. Die Zukunft Levins, dessen Vertrag noch bis 2002 läuft, ist weiter ungewiss.

Präsident: "Er ist der richtige Mann"

Rangnick hatte seine seit Tagen erwartete Zusage am späten Dienstagabend per Fax nach Hannover geschickt. Die Unterzeichnung eines Zweijahresvertrags soll nun folgen. Der 42 Jahre alte Coach, der Ende Februar beim Bundesligisten VfB Stuttgart nach knapp zweijähriger Amtszeit entlassen worden war, soll in Hannover nun den Aufstieg ins Oberhaus verwirklichen, was ihm bereits 1999 mit dem SSV Ulm gelang. "Er ist der richtige Mann", meinte Kind.

Gerber: "Damit hätte ich nicht gerechnet"

Unterdessen zeigte sich Gerber von der erneuten Annäherung seines Ex-Arbeitgebers überrascht. "Es gab immer wieder auch Stimmen gegen mich, aber nachdem Rangnick mich vorgeschlagen hat, ist der Verein dem gefolgt, damit hätte ich nicht gerechnet", so der 47-Jährige, der die "96-er" in der laufenden Saison 1999/2000 nach dreijähriger Tätigkeit als Trainer und zuletzt als Manager verlassen hatte. Kompetenzgerangel mit dem damaligen Sportdirektor Thomas von Heesen und Probleme mit der Vereinsführung hatten den Ausschlag gegeben.

Nun will Kind die Fähigkeiten Gerbers besser nutzen: "Seine Schwächen dürfen nicht zum Tragen kommen, man muss sie anders organisieren", so der "96"-Präsident. Gerbers Qualitäten bei der Verpflichtung und Förderung von Talenten waren indes immer unbestritten. Die heutigen Bundesligaspieler Otto Addo (Borussia Dortmund), Gerald Asamoah (Schalke 04), Markus Kreuz (1. FC Köln) und Fabian Ernst (Werder Bremen) waren allesamt in Hannover unter Gerber groß rausgekommen.

Von Oliver Görz, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 23. Mai 2001 12:33 von sab

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