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AS Rom, Juve und Lazio kämpfen um den Titel

"Finale furioso" in Italiens Seria A

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Am Sonntag noch einmal strecken: Juventus Turin geht mit großer Chance auf den italienischen Meistertitel ins heimische Stadion

Rom - Italien hält den Atem an. Am Sonntagnachmittag steigt am letzten Spieltag der Serie A ein echtes "finale furioso". Neunzig Minuten vor Ende der Saison können noch drei Teams Meister werden: Spitzenreiter AS Rom, Rekordmeister Juventus Turin und Titelverteidiger Lazio Rom.

"Roma", das mit dem 2:2 beim SSC Neapel am vergangenen Sonntag seine vorzeitige Krönung verpasst hatte, ist mit zwei Punkten Vorsprung vor "Juve" und mit drei Zählern Vorsprung vor dem Stadtrivalen Lazio Top-Favorit auf den Titel. "Ich habe keinen Gedanken daran verschwendet, dass wir den Titel noch verspielen könnten", sagt der frühere Leverkusener und jetzige Römer Emerson.

Was dem Mittelfeldspieler vor rund einem Jahr mit Bayer in der Bundesliga passiert ist, als man sich am letzten Spieltag noch von Bayern München überholen ließ, wird sich in Italien nicht wiederholen, garantiert der Brasilianer. "Rom ist eine andere Mannschaft mit einer ganz anderen Mentalität", sagt Emerson vor dem entscheidenden Heimspiel gegen den AC Parma.

Parma: Keine Geschenke an AS Rom!

"Wir werden keine Geschenke verteilen", verspricht Parmas Trainer Renzo Ulivieri Roms Konkurrenten den vollen Einsatz seines Teams. Viele zweifeln dennoch daran. Parma ist nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Florenz am Mittwoch müde. Außerdem sind die Spieler schon mit den Gedanken im Urlaub. Den vierten Platz und damit die Champions-League-Teilnahme hat Parma ohnehin sicher.

"Roma" könnte also gelassen ins restlos ausverkaufte Heimspiel gehen. Nach der verpatzten Meisterfeier in Neapel ging es in Rom aber so hoch her, dass die Nerven immer noch blank liegen. Nicht nur bei Stürmer Vincenzo Montella, der in Neapel völlig ausrastete und Trainer Fabio Capello vor laufenden Fernsehkameras aufs Übelste beschimpfte, weil der ihn erst wenige Minuten vor Abpfiff eingewechselt hatte. Montella hat sich mittlerweile entschuldigt. Die Stimmung aber bleibt so kurz vor dem großen Ziel gereizt. Die letzte Meisterschaft liegt 18 Jahre zurück.

Zidane (Juve): "Wir werden noch Meister"

Weitaus gelassener gehen die in der Vergangenheit sehr viel erfolgreicheren Verfolger ins Finale. "Wir werden noch Meister", verspricht Turins Zinedine Zidane. Wenn "Juve" zu Hause gegen Atalanta Bergamo erwartungsgemäß gewinnt, muss "Roma" siegen, um den Titel sicher zu haben. Bei einem Unentschieden in Rom und einem Sieg der Turiner käme es zum Entscheidungsspiel um den Titel mit Hin- und Rückspiel. Titelverteidiger Lazio hat nur noch eine Chance auf das Entscheidungsspiel gegen "Roma", wenn er beim Abstiegskandidaten in Lecce gewinnt und gleichzeitig "Roma" verliert und "Juve" nicht gewinnt.

Bernhard Krieger, dpa

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Zuletzt geändert am 15. Juni 2001 17:38 von to

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