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Fr 15.06.2001
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Militante Demonstranten überschatten Auftakt in Göteborg:Schwere Krawalle am Rande des EU-GipfelsGöteborg - Der Auftakt des EU-Gipfeltreffens in Göteborg ist am Freitag von den befürchteten heftigen Krawallen überschattet worden. Nach offiziell nicht bestätigten Angaben gab es mehrere Verletzte. Etwa 200 militante Demonstranten griffen im Zentrum der westschwedischen Stadt berittene Polizeieinheiten mit Pflastersteinen sowie Molotowcocktails an, warfen Schaufensterscheiben ein und setzten Mobiliar von Cafes in Brand. Die Polizei konnte erst nach mehreren Stunden die zentrale Einkaufsstraße "Aveny" räumen, die danach ein Bild der Verwüstung bot.
Zahlreiche Beteiligte an den Ausschreitungen wurden festgenommen. Über die Zahl der Verletzten lagen zunächst keine Angaben vor. Das Rote Kreuz berichtete am Vormittag, man habe drei Demonstranten zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Nach friedlicher Kundgebung Die Straßenkrawalle begannen nach einer friedlich verlaufenen Anti-EU-Kundgebung mit mehreren tausend Teilnehmern am Vormittag. Nach Abschluss der Kundgebung versuchten einige hundert teilweise maskierte Demonstranten, zu dem mehrere Kilometer entfernt gelegenen und hermetisch abgeriegelten Messegelände zu marschieren, auf dem bis zu diesem Samstag der EU-Gipfel stattfindet. Als sich den Demonstranten berittene Polizei entgegenstellte, wurden aus der Demonstrationsgruppe heraus Pflastersteine, Brandsätze und Feuerwerkskörper geworfen. "Komplettes Chaos"
Die Polizei antwortete zunächst mit massivem Einsatz von Schlagstöcken und Hunden, zog sich aber dann zeitweilig zurück. In dieser Phase habe "komplettes Chaos" geherrscht, berichteten Augenzeugen. Gleichzeitig skandierten die Teilnehmer der friedlichen Kundgebung immer wieder die Aufforderung an die Steinewerfer, ihre Gewalttätigkeiten einzustellen. Gegen Mittag gelang es massiven Polizeikräften, die militante Gruppe von der "Aveny" in einen nahe gelegenen Park abzudrängen. Nach Rundfunkangaben wollte die Einsatzleitung die Krawallmacher dabei möglichst komplett in Gewahrsam nehmen lassen. In der vorausgegangenen Nacht waren bei der Räumung einer als Herberge für Demonstranten dienenden Schule schon mehr als 200 Personen vorübergehend festgenommen worden. dpa - Fotos: AP |
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Zuletzt geändert am 15. Juni 2001 13:55 von aj |
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