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Mo 18.06.2001

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"Grazie Roma": Fans feiern ihren Meister
Spanien: FC Barcelona dank Rivaldo in der Champions League
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In letzter Sekunde: Barcelona doch noch in der Champions League

Rivaldo sorgt per Fallrückzieher für Happy-End

Barcelona - "Rivaldomania" in Barcelona: Selbst der eher reservierte Klub-Präsident Joan Gaspart verlor jegliche Contenance, hüpfte ausgelassen in der VIP-Loge des Stadions Nou Camp herum und umarmte alles, was sich ihm in den Weg stellte. Mit einem Fallrückzieher der Marke Weltklasse von der Strafraumgrenze und seinem insgesamt dritten Treffer im "kleinen Finale" hatte der Brasilianer Rivaldo eine Minute vor dem Abpfiff im Alleingang den 3: 2-Sieg des FC Barcelona über den FC Valencia besiegelt.

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Gefeierter Held in Barcelona: Rivaldo.

Der direkten Vergleich der punktgleichen Kontrahenten entschied am letzten Spieltag der Primara Division zugunsten von "Barca" über den Sprung in die Qualifikation zur Champions League.

"St. Rivaldo, der du bist im Himmel"

101.000 Fans gerieten völlig aus dem Häuschen und hätten den Superstar am liebsten an Ort und Stelle heilig gesprochen. "St. Rivaldo, der du bist im Himmel", titelte am Montag die große Sportzeitung El Mundo Deportivo und hob die Bedeutung der Rivaldo-Gala für den Renommierklub hervor. "Das war ein Tor im Wert von 23 Millionen Mark", wird Gaspart zitiert, der die Einnhamen aus der ersten Runde der "Königsklasse" hochgerechnet hatte.

Madrid und La Coruna direkt qualifiziert

Kaum auszudenken wäre der finanzielle und besonders der Prestigeverlust gewesen, hätte der 15-malige Meister die Chance auf Platz vier verspielt und das Happyend einer insgesamt enttäuschenden Saison verpasst. Für die Champions League fest gebucht waren erneut Erzrivale und Meister Real Madrid sowie "Vize" Deportivo La Coruna. Real Mallorca und "Barca" müssen in die Qualifikation.

Auch in den Spielen am 8. und 22. August setzen die Katalanen auf Rivaldo, der mit 23 Saisontoren hinter dem "Königlichen" Raul (24 Treffer) Platz zwei der Schützenliste belegt. Nach seinen Bildenbuchtoren hatte Rivaldo, Weltfußballer des Jahres 1999, demonstrativ das Vereinsemblem auf dem Trikot geküsst. Soll heißen: Ich bleibe und werde meinen Vertrag bis 2003 erfüllen.

"Ich denke, es war ein schönes Tor"

Über sein Traum-Tor sagte Rivaldo später den Journalisten: "Ich habe den Ball von Frank de Boer bekommen, habe ihn mit der Brust gestoppt und dann ... Ich denke es war ein schönes Tor und ein schönes Spiel für die Fans, denn Valencia hat gegengehalten und zweimal ausgeglichen. Alle hatten Spaß."

Bayerns Andersson ist heiß begehrt

Endgültig versöhnen soll die Fans der Gewinn des spanischen Pokals. Im Halbfinal-Hinspiel muss "Barca" schon am kommenden Mittwoch bei Uefa-Cup-Teilnehmer Celta Vigo antreten. Erneut auf der Bank wird Interimscoach Carlos Rexach sitzen. Spekulationen über einen neuen Chefcoach ab der kommenden Saison ranken, doch ersthafte Kandidaten gibt es nicht, ebenso unklar sind die personellen Veränderungen im Team. Auf der Wunschliste soll der schwedische Abwehrroutinier Patrik Anderson vom deutschen Meister Bayern München stehen. Dieser kann für 15 Millionen Mark Ablöse den Champions-League-Sieger verlassen.

Als Trainer im Gespräch war auch einst Valencias Hector Cuper, der Valencia in den letzten beiden Spielzeiten ins Endspiel und Halbfinale der Champions League geführt hatte. Aber seine Arbeit wurde in Valencia nicht genügend honoriert. Allerdings hätte sich der eigenwillige Argentinier, den es zu Inter Mailand zieht, einen schöneren Abschied gewünscht. Unter dem Strich steht nach der Pleite von Barcelona in der kommenden Saison nur die Teilnahme am Uefa-Cup und ein möglicher Anfang vom Ende der erhofften neuen Valencia-Ära. Einige Leistungsträger haben bereits ihren Abschied angekündigt.

Von Fernando Medialdea, sid - Foto: AP

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Zuletzt geändert am 18. Juni 2001 17:35 von sab

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