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Mo 18.06.2001
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Tour de Suisse mit Lance Armstrong, aber ohne Jan UllrichTelekom-Star will gegen Vorwürfe angehenZürich - Der Telekom-Express rast weiter mit Volldampf Richtung Tour de France und wird dabei wie gewohnt zuerst noch die Schweizer Alpen passieren. Erstmals seit sechs Jahren fehlt allerdings Olympiasieger Jan Ullrich beim Start der Tour de Suisse, deren 65. Auflage am Dienstag im badischen Rust beginnt. Während der Tour-de-France-Sieger von 1997 nach dem schweren Giro auf die Schweiz-Rundfahrt vom 19. bis 28. Juni verzichtet, führt Sprintstar Erik Zabel (Unna) das achtköpfige Telekom-Team an.
Die Telekom-Hoffnungen in der Gesamtwertung ruhen auf Alexander Winokurow, nachdem der Olympiazweite von Sydney bereits die Deutschland-Rundfahrt gewann. "Wir wollen wenigstens ein oder zwei Etappen gewinnen", meinte Sportdirektor Walter Godefroot. Als deutsche Meister der vergangenen beiden Jahre unterstützen Rolf Aldag (Ahlen) und Udo Bölts (Heltersberg) den Kasachen ebenso wie Steffen Wesemann (Ch-Küttigen), Andreas Klier (BL-Denderhouten), Jan Schaffrath (Berlin) und Zabels Sprint-Lokomotive Gian-Matteo Fagnini (Italien). Godefroot sauer über Spekulationen "Das Rennen ist für uns eine wichtige Vorbereitung auf die Tour de France. Deshalb habe ich meine Mannschaft am Wochenende bei der Luxemburg-Rundfahrt auch zurückgehalten. Sie sind schließlich schon bei der Deutschland-Tour hart durchgefahren", sagte Godefroot, den die Doping-Spekulationen um Ullrich in Rage bringen. Ullrich hat die Tour de Suisse nie gewonnen, dennoch war die Kletter-Tortour in den vergangenen Jahren stets ein guter Gradmesser für die "Große Schleife" durch Frankreich. Ullrich: "Große Rufschädigung" Der Olympiasieger, der sich in den Vogesen auf die Tour vorbereitet, erwägt unterdessen gerichtliche Schritte gegen den ehemaligen Festina-Betreuer Willy Voet. "Das ist für uns alle und besonders für mich eine große Rufschädigung. Ich überlege, ob ich gerichtlich gegen diese Anschuldigungen vorgehen werde", sagte Jan Ullrich in der SWR-Sendung "Sport im Dritten". Voet hatte am Samstag im ZDF-Sportstudio erklärt, dass ihm aus seiner 30-jährigen Dienstzeit kein ungedopter Tour-Sieger bekannt sei. Armstrong nimmt Schweizer Berge in Angriff Am Start in der Schweiz ist auch der zweimalige Tour-Sieger und Ex-Weltmeister Lance Armstrong (USA). Aus Freundschaft zu Sportdirektor Tony Rominger verzichtete Armstrong auf sein traditionelles Vorbereitungsrennen "Dauphine Libere" in Südfrankreich und nimmt stattdessen die zehn Etappen über insgesamt 1412,9 Kilometer durch die Schweizer Berge in Angriff. Zu den 17 Rennställen mit insgesamt 136 Profis gehören auch die beiden deutschen Mannschaften Team Coast um den Schweizer Kapitän Alex Zülle und Team Gerolsteiner mit Zeitfahr-Vizeweltmeister Michael Rich (Waldkirch). In ausländischen Teams am Start sind der Hannoveraner Grischa Niermann (Rabobank), Bert Grabsch (Phonak) aus Seegrehna und der Steinhagener Jörg Ludewig (Saeco). Von Martin Haas, sid - Foto: dpa [an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 18. Juni 2001 18:47 von sab |
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