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Mo 18.06.2001
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| Ralf in Kanada. |
Sowohl für die Schumachers, die aus dem rund 70 km entfernten Kerpen kommen, als auch für die Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld liegt der Nürburgring im Vergleich zu den sonstigen Entfernungen, die die weit gereisten Formel-1-Stars normalerweise zurücklegen, praktisch vor der Haustür. Noch nie zuvor hatten die Fans so gute Chancen, auch einen ihrer Lieblinge in der Eifel siegen zu sehen. "Ich denke, egal, wer von uns beiden dort vorn liegen sollte, für die Zuschauer wäre es riesig", hofft Ralf Schumacher auf eine Neuauflage des Kanada-Duells.
Doch trotz der nahe wohnenden Fan-Gemeinde kommen statistischen Erhebungen zufolge 90 Prozent der Besucher von außerhalb der Eifel- Region. Das bedeutet ein blendendes Geschäft für die Hoteliers und insgesamt weit mehr Einnahmen als die Kosten für den Grand Prix, die laut Kafitz eine "zweistellige Millionensumme" betragen. Rund 300.000 Menschen insgesamt werden von Donnerstag bis Samstag an der Strecke erwartet. "Davon sind eine Hälfte Pendler, die andere Hälfte Übernachtungsgäste", so Kafitz. Bis zu 10.000 Menschen arbeiten in der Grand-Prix-Woche am Ring - bei den Teams, an der Strecke, im Ordnungsdienst und den Bewirtungsbetrieben.
"Rund um den Nürburgring wird es ein Volksfest sein"
Zum diesjährigen Rennen zeigt sich der Nürburgring in ganz neuem Glanz. Im Mai wurden die für 30 Millionen Mark neu erbauten Boxengebäude, Start- und Zielhaus sowie das Pressezentrum in Betrieb genommen. Die Investition lohnt sich, da der Grand Prix in der Eifel bis 2004 gesichert ist. 500 Angestellte zählt die Nürburgring GmbH, in der Umgebung sorgt die Rennstrecke laut Kafitz für insgesamt 2500 Arbeitsplätze.
Für viele Fans beginnt das Spektakel bereits am Mittwoch. Dann treffen Tausende auf den Campingplätzen rund um den Ring ein. Nicht nur die vier einheimischen Piloten, sondern auch die deutschen Unternehmen Mercedes und BMW sowie viele als Sponsoren vertretene Firmen tragen zum Boom bei. "Davon profitieren wir alle", meinte Kafitz. Und sollte kein Deutscher gewinnen, dürften die Fans dennoch Gelegenheiten zum Feiern haben. Parties sind überall geplant. "Rund um den Nürburgring wird es ein Volksfest sein."
Andrea Wimmer, dpa
Zuletzt geändert am 18. Juni 2001 13:04 von tea