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So 24.06.2001

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Boom am Nürburgring: Händler lieben Schumi II
Frentzen: Für 18 Millionen weiter bei Jordan
Schumi II bis 2004 bei Williams-BMW
Michael Schumacher: "Ralf wird mich beerben"

Formel-1 auf dem Nürburgring: Frentzen spielt weiter "Postbote"

Für 18 Millionen weiter bei Jordan

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Bleibt weiter ganz in Gelb: HHF im Jordan

Neuss/Nürburgring - Heinz-Harald Frentzen bleibt für ein weiteres Jahr der schnellste "Postbote" der Welt. Der 34 Jahre alte Mönchengladbacher wird trotz Pleiten, Pech und Pannen auch in der Formel-1-Saison 2002 im gelben Jordan-Renner sitzen.

Das bestätigte Teamchef Eddie Jordan vor dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring und beendete damit alle Spekulationen über einen möglichen Wechsel seines Fahrers zu Einsteiger Toyota. "Es gibt gute und schlechte Zeiten. Momentan klappt es nicht so gut. Aber das stehen wir gemeinsam durch", sagte Frentzen, der seit 1999 für Jordan fährt.

Alle deutschen F1-Rennfahrer sinf "fix"

Das Gehalt des Mönchengladbachers soll auch im kommenden Jahr bei geschätzten 18 Millionen Mark liegen. Eddie Jordan ließ nie Zweifel aufkommen, dass er künftig auf die Dienste des Deutschen verzichten wolle. "Heinz-Harald Frentzen wird seinen Vertrag mit Jordan bis 2002 erfüllen", sagte der Ire, nachdem "HHF" angeblich eine Option für das zweite Jahr des Kontraktes hatte.

Damit sind die vier deutschen Formel-1-Rennfahrer vertraglich alle fix. Erst zwei Tage vor Frentzen verlängerte Ralf Schumacher (Kerpen) vorzeitig bei BMW-Williams bis Saisonende 2004. Genauso lang steht der dreimalige Weltmeister Michael Schumacher noch bei Ferrari unter Vertrag. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld ist bis 2003 ein Sauber-Mann.

Tiefpunkt dieser Saison in Montreal

Seinen Tiefpunkt in dieser Saison erlebte Frentzen vor 14 Tagen in Montreal, wo er nach einem schweren Unfall im freien Training auf einen Start beim Kanada-Grand-Prix verzichten musste. Sein Einsatz beim "Heimspiel" in der Eifel war erst am Donnerstag gesichert. Der Mönchengladbacher hatte über Sehstörungen und starke Kopfschmerzen geklagt.

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"Nur wenn`s mal nicht so gut läuft...": Fragen nach seinem Karriereende nerven Frentzen mächtig

Mit nur sechs Punkten belegt Frentzen in der WM-Wertung den zehnten Rang, bestes Ergebnis vor dem Nürburgring war ein vierter Platz in Malaysia. Hinzu kommt, dass der Gladbacher gegen seinen Teamkollegen Jarno Trulli (Italien) kaum einen Stich bekommt: Nur einmal bei neun Rennen gewann Frentzen das interne Trainingsduell.

"Warum sollte ich aufhören?"

Gerüchte über sein baldiges Karriereende regen Frentzen mächtig auf. "Nur weil es mal nicht so gut läuft, soll ich aufhören? Solche Fragen gehen mir auf die Nerven", sagte der Gladbacher im Interview der Welt am Sonntag. Drei Formel-1-Rennen hat Frentzen bislang in seiner Karriere gewonnen: Imola 1997 für Williams, Magny-Cours und Monza 1999 für Jordan. Und daran will "HHF" so schnell wie möglich anknüpfen: "Jordan ist ein starkes Team. Wir arbeiten hart, um in Zukunft wieder bessere Resultate zu erreichen."

Probleme mit der Motivation hat Frentzen nach eigener Aussage nicht, aber die Zielsetzung habe sich verändert. Er wolle nur ein perfektes Rennen fahren, tolle Zweikämpfe führen. Da spiele es für ihn keine Rolle, welche Platzierung am Ende rausspringt, meint der Mönchengladbacher und nennt ein Beispiel: "Jacques Villeneuve ist 1997 Weltmeister geworden und hat seitdem kein einziges Rennen mehr gewonnen. Trotzdem hat er null Probleme mit der Motivation."

Jordan untersteuert - "und das passt nicht zu meinem Fahrstil"

Die Ursache für die Talfahrt sieht Frentzen im Dienstauto, der Jordan neige zum Untersteuern. Das Auto tendiert beim Durchfahren der Kurve dazu, über die Vorderräder nach Außen zu schieben. "Das passt nicht zu meinem Fahrstil", meint der Deutsche. Doch Abhilfe ist nicht in Sicht. Frentzen: "Deshalb fahre ich derzeit mit einer technischen Übergangslösung."

Ralf Loweg, sid

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Zuletzt geändert am 24. Juni 2001 12:38 von to

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